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Innovationslabor für Holz-Leichtbau - Weiz bekommt "Wood Vision Lab"

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Potenzial von Holz für Hightech-Leichtbau-Anwendungen soll erforscht werden
©APA/APA/Fohringer/HELMUT FOHRINGER
Im oststeirischen Weiz entsteht ein österreich- und europaweit einzigartiges Zentrum, das das Potenzial von Holz für neue Hightech-Leichtbau-Anwendungen erforscht und vorantreibt. Das Vorhaben wird von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Steiermark gefördert. Der Spatenstich für das Pionierzentrum "Wood Vision Lab" erfolgte am Montag. In das Bauvorhaben werden an die 9,5 Millionen Euro investiert, im Herbst 2027 soll der erste Bauabschnitt fertiggestellt sein.

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Die Steiermark ist laut dem Österreichischen Waldbericht das waldreichste Bundesland - rund 62 Prozent sind bewaldet. Das schlägt sich auch in rund 5.300 Betrieben mit über 55.000 Arbeitsplätzen in der Holzwirtschaft nieder. Wirtschaftlich könne der Wald aber noch besser genutzt werden - indem neue Anwendungsfelder für Holz erschlossen werden. Das Weizer "Wood Vision Lab" hat sich daher die Entwicklung und industrielle Anwendung von Leichtbau-Hybridwerkstoffen aus Holz zum Ziel gesetzt. Im Fokus stehen Anwendungen im Bereich der Mobilität, der Industrie und Energietechnik.

"Innovation braucht Raum, damit Ideen wachsen", betonte Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) anlässlich des Spatenstichs am Montag. Das "Wood Vision Lab" ermögliche, dass Forschung, Unternehmen und Gründerinnen und Gründer gemeinsam unter einem Dach zusammenarbeiten, "so können neue Ansätze schneller erprobt und weiterentwickelt werden", zeigte sich der Wirtschaftslandesrat zuversichtlich. Das neue Zentrum stärke den Innovationsstandort Weiz und die gesamte Steiermark, und leiste auch einen wichtigen Beitrag zu Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz und nachhaltiger Wertschöpfung", hob Christoph Ludwig von der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG hervor.

Untergebracht wird das Zentrum - wie nicht anders zu erwarten - in einem modernen Holzbau am Standort des Innovationszentrums W.E.I.Z. Im Bau mit rund 2.600 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche auf vorerst fünf Stockwerken werden sich neben Räumen für Forschung und Entwicklung auch Akzeleratorbüros, Meeting- und Multimediaräume und ein Holz-Technikum mit Fertigungshalle und Holzbearbeitungsanlagen befinden. Das Forschungslabor soll die Entwicklung und Erprobung neuer Holz-Leichtbauanwendungen ermöglichen und von Mietern, Kooperationspartnern und externen Unternehmen genutzt werden. Durch die räumliche Nähe zur Forschungsgesellschaft Joanneum Research und die Anbindung zu bestehenden Innovationsnetzwerken soll insgesamt ein neuer, international ausgerichteter Kompetenz-Hub entstehen.

Das "Wood Vision Lab" arbeitet bereits heute mit internationalen Unternehmen wie BMW, Volkswagen und Siemens Mobility zusammen. Die Forschungsprojekte der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass Holz auch dort eingesetzt werden kann, wo es bisher kaum erwartet wird: etwa bei Seitenaufprallträgern, Stoßstangen, Batteriewannen, Dach- und Unterbodenkonstruktionen von Fahrzeugen, oder für Komponenten für die Luftfahrt.

Der Bau des "Wood Vision Lab" erfolgt im Rahmen der EFRE-/JTF-Programmmaßnahmen. Dem Gesellschafterkonsortium der Wood Vision Lab GmbH gehören das Innovationszentrum W.E.I.Z. (Stadtgemeinde Weiz) und die Weitzer Woodsolutions GmbH (je 25,5 Prozent), die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (19 Prozent) sowie die Joanneum Research Forschungsgesellschaft, TU Graz und die Diözese Graz Seckau (je 10 Prozent) an. Das Gesamtvorhaben wird von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Steiermark gefördert.

(S E R V I C E - https://www.wood-vision-lab.com/)

++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Wald / Bäume / Forstwirtschaft / Holz / Trockenheit. Im Bild: Ein Buchenwald aufgenommen am Montag, 10. März 2025, im Wienerwald in Niederösterreich. Die große Trockenheit zur Zeit sorgt für erhöhte Brandgefahr in den heimischen Wäldern. Die Niederschlagsmenge für ganz Österreich liegt heuer bisher 54 Prozent unter dem Mittel.

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