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Hälfte überregionaler Zugverspätungen im Ausland bedingt

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ÖBB verlor minimal an Fernverkehr-Marktanteilen - etwa an die Westbahn
©APA/APA/THEMENBILD/HANS KLAUS TECHT
Verspätungen im überregionalen Zugverkehr sind immer wieder Thema, auch wenn sich das Problem in Österreich im internationalen Vergleich in gewissen Grenzen hält. Durchsagen im Bahnhof weisen dann oft darauf hin, dass eine Verspätung aus dem Ausland die Schuld an der Verspätung trage. Und in etwa der Hälfte der Fälle ist dem auch so, sagt Schienencontrol-Chefin Maria-Theresia Röhsler im Gespräch mit der APA. Insgesamt stieg das Angebot für die Bahnkundinnen und -kunden 2025.

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Mit 138,9 Millionen Personenzugkilometern gab es voriges Jahr einen Rekord, zeigen die Statistiken der Schienencontrol. Die Fahrgastzahlen sanken minimal um 0,3 Prozent auf 347,5 Millionen Passagiere, was hauptsächlich der vergangenen Sperre der Wiener S-Bahn-Stammstrecke geschuldet sein dürfte. Ähnliches dräut wegen der neuen, zum Teil neuerlich begonnenen Sperre dieser Strecke, die in eine monatelange Komplettsperre münden wird.

Im Fernverkehr stiegen die Personenkilometer um 1 Prozent. So ergab sich ein Plus von 0,7 Prozent der zurückgelegten Personenkilometer auf 15,1 Milliarden.

Die Wettbewerber der ÖBB steigerten ihren Anteil an beförderten Menschen auf 15,9 Prozent. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) blieben somit mit 84,1 Prozent trotzdem der Platzhirsch auf den heimischen Schienen. Im Fernverkehr sind die mehrheitlich private Westbahn oder beispielsweise auch die private tschechische Gesellschaft Regiojet ÖBB-Konkurrentinnen.

Bei den Güterbahnen ist der Marktanteil der ÖBB deutlicher gesunken und geht schon seit Beginn der Erhebung 2016 zurück. Voriges Jahr lag der Marktanteil bezogen auf Nettotonnenkilometer nur mehr bei 52,3 Prozent. Im Jahr davor waren es noch 57,3 Prozent, 2021 auch immerhin noch 63,4 Prozent und 2016 gar noch 73,9 Prozent Anteil der ÖBB-Güterverkehrstochter Rail Cargo Austria (RCA). Auf den Hauptgüterstrecken - Brenner und Westachse - liegt der Marktanteil dritter Anbieter laut Schienencontrol bei rund 60 Prozent.

Der Zuwachs bei Netto- und Bruttotonnenkilometern lag bei je rund 5 Prozent. Das war laut Röhsler aber nicht einem Aufschwung zu verdanken, sondern Umleitungsverkehren.

Baustellen auf internationalen Korridoren sorgen nicht nur für Verspätungen, sondern auch für Mehrkosten. Röhsler hofft hier auf positive Auswirkungen einer Umsetzung einer neuen EU-Verordnung, die auf eine bessere unionsweite Koordination abzielt. "Das ist wichtig, um die Betriebsqualität und gleichzeitig das Netz aufrecht zu erhalten." Das heimische Schienennetz profitiere weiter von der im europäischen Vergleich längerfristigen Planung über die sechsjährigen Rahmenpläne, auch wenn der laufende wegen des Sparpakets einige Projekte nach hinten verschoben bekam.

Die Daten rund um die Gründe von Verspätungen wurden erstmals auf neuen, digitalisierten Weg erhoben, das entsprechende Tool zur Veranschaulichung ist in Arbeit. Noch im heurigen Jahr sollen Nutzerinnen und Nutzer darauf zugreifen können und auch Verspätungen im Nahverkehr veranschaulicht bekommen.

Mit 74 Unternehmen waren 2025 so viele wie noch berechtigt, das ÖBB-Netz zu befahren. Insgesamt waren 98 Eisenbahnunternehmen gemeldet - aller Bereiche, also Infrastruktur, Verkehr oder integriert.

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