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Hochdotierte "Advanced Grants" gehen an zwölf Forscher in Österreich

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Förderpreise sind im Schnitt mit 2,5 Millionen Euro dotiert
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat in der aktuellen Antragsrunde 319 "Advanced Grants" vergeben. Zwölf der begehrten Förderpreise gehen diesmal an in Österreich tätige Forschende, wie der ERC am Dienstag mitteilte. Die jeweils mit im Schnitt rund 2,5 Millionen Euro bei einer Projektlaufzeit von fünf Jahren dotierten Grants sollen es etablierteren Forschern ermöglichen, anspruchsvolle und risikoreiche Projekte durchzuführen.

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Die "Advanced Grants" werden als das "Flaggschiff-Programm" des ERC angesehen, mit dem im EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon Europe" Grundlagenforschung gefördert wird. In der aktuellen Runde werden laut ERC-Angaben 838 Millionen Euro ausgeschüttet. Die meisten Förderpreise entfallen auf 62 in Großbritannien tätige Wissenschafterinnen und Wissenschafter. Nach Deutschland gehen 46 Advanced Grants, gefolgt von der Schweiz (32), Spanien (29) und Frankreich (26). Österreich folgt mit seinen zwölf Auszeichnungen auf Platz acht, gleichauf mit Belgien. Insgesamt bemühten sich 3.329 Forscherinnen und Forscher - ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr - um die Förderpreise. Die Erfolgsquote lag bei knapp zehn Prozent (Österreich: 15 Prozent).

Der Forschungsrat verweist in einer Aussendung auch auf die im Vorjahr von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellte Initiative "Choose Europe", die internationale Forschende nach Europa bringen soll. Nachdem im vergangenen Jahr vier Personen außerhalb Europas "Advanced Grants" erhielten, waren es heuer 13 - neun aus den Vereinigten Staaten, je zwei aus Australien und Kanada. Beworben haben sich darum 164 Forschende, verglichen mit 44 im Vorjahr. Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die im Rahmen der Initiative nach Europa umziehen, können zusätzliche Mittel beantragen, um ein neues Labor und ein Team in Europa aufzubauen.

Hierzulande am meisten Förderungen einwerben konnte die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Die drei Preise für ÖAW-Forschende gehen an den Computerbiologen Christoph Bock, die Ägyptologin Irene Forstner-Müller und den Neurowissenschafter Jürgen Knoblich. Für letzteren ist es bereits der dritte ERC Advanced Grant. Mit dem Sozialwissenschafter Hajo Boomgaarden und dem Kognitionsbiologen Tecumseh Fitch weist der ERC zudem zwei Preisträger aus, die der Universität Wien zugeordnet werden. Ebenfalls zwei Auszeichnungen entfallen auf die Medizinische Universität Innsbruck. Hier konnten Physikerin Monika Ritsch-Marte und Physiker Alexander Jesacher punkten.

Dazu kommen der Biologe Igor Adameyko (Medizinische Universität Wien), Soziologin Éva Fodor von der Central European University (CEU), Physiker Georgios Katsaros vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA), Informatiker Thomas Pock (Technische Universität Graz) und Physiker Thorsten Schumm (Technische Universität Wien).

Igor Adameyko / Medizinische Universität Wien

Christoph Bock / ÖAW/Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM)

Hajo Boomgaarden / Universität Wien

Tecumseh Fitch / Universität Wien

Éva Fodor / Central European University (CEU)

Irene Forstner-Müller / ÖAW/Österreichisches Institut für Archäologie (ÖAI)

Alexander Jesacher / Medizinische Universität Innsbruck

Georgios Katsaros / Institute of Science and Technology Austria

Jürgen Knoblich / ÖAW/Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA)

Thomas Pock / Technische Universität Graz

Monika Ritsch-Marte / Medizinische Universität Innsbruck

Thorsten Schumm / Technische Universität Wien

(S E R V I C E - https://erc.europa.eu )

++ THEMENBILD ++ ZU APA0199 VOM 17.4.2025 - Illustration zu den Themen Budget / Budgetdefizit / Geld / Finanzen / Währung / Konjunktur / Volkswirtschaft / Staatsbudget / Euro / Defizitverfahren. Im Bild: Euro-Scheine aufgenommen am Freitag, 18. April 2025. Das Finanzministerium geht für heuer von einem Defizit von 4,5 Prozent des BIP aus. Dieser Wert wurde an die Statistik Austria übergeben, die diese Zahlen wiederum an die europäische Ebene übermittelt.

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