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Der Vorschlag müsse "natürlich geprüft und mit allen Beteiligten auf die Möglichkeit der Umsetzbarkeit abgestimmt werden", hieß es in einer Stellungnahme des Bildungsressorts. Die Gespräche seien bereits im Laufen, betonte man am Dienstag gegenüber der APA.
"Überlegenswert" nannte auch SPÖ-Bildungssprecher Heinrich Himmer einen früheren Ferienstart, wie er am Montag bereits vom roten Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner ins Spiel gebracht worden war. In vielen Klassenzimmern seien die Temperaturen nicht mehr zumutbar. "Ende Juni ist es heißer als Anfang September, daher sollten wir ganz pragmatisch überlegen, den Beginn der Sommerferien und den Schulstart künftig vorzuverlegen", so der frühere Lehrergewerkschafter in einer Aussendung. Gleichzeitig müssten die Schulen "klimafitter" gemacht werden, vom Bildungsministerium forderte er außerdem für den nächsten Sommer einen "Hitzeschutz-Plan" mit klaren Leitlinien u.a. zu Unterrichtszeiten, Lernformen und Prüfungen.
Extreme Hitze in Klassenzimmern sei eine große Herausforderung, betonte ÖVP-Bildungssprecher Nico Marchetti in einer Stellungnahme. "Neben der notwendigen Verbesserung der Schulgebäude verschließen wir uns grundsätzlich keiner Diskussion im Sinne der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte", so der frühere Bundesschulsprecher. Kurzfristig würde das Vorverlegen der Ferien viele Eltern allerdings vor unverhältnismäßige Betreuungsprobleme stellen.
Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl von der ÖVP-nahen Schülerunion zeigte sich im Ö1-"Mittagsjournal" offen für Gespräche, verlangte aber gleichzeitig bauliche Maßnahmen an den Schulen, etwa den Einbau von Klimageräten. Auch die Sprecherin des Pflichtschul-Elternverbands Evelyn Kometter forderte gegenüber Ö1 eine bessere Ausstattung der Schulen, sodass auch bei großer Hitze guter Unterricht möglich bleibt. Die Gemeinden als Schulerhalter u.a. der Volks- und Mittelschulen seien hier allerdings wegen zu geringer Budgets in der Zwickmühle.
Die Lehrergewerkschaft hatte die Idee vorgezogener Sommerferien schon vergangene Woche wenig begeistert aufgenommen und verlangte stattdessen "klimafitte" Schulen. Natürlich könne man die Ferien vorverlegen. "Was tun wir aber, wenn dann Ende August, Anfang September die nächste Hitzewelle ansteht?", blieb der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) am Dienstag weiter skeptisch.






