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Hitze - Kärnten bekommt neue Förderung für Kinderbildung

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Hitze macht Kindern in elementaren Bildungseinrichtungen zu schaffen.
©APA/APA/THEMENBILD/HERBERT NEUBAUER
Ventilatoren, Entsiegelung von Schulhöfen, Hitzeschutzfolien auf Fenstern: Für rasch umsetzbare, kleinere Maßnahmen gegen die Hitzebelastung in Kindertagesstätten, Kindergärten und Volksschulen legt die Kärntner Landesregierung eine neue Förderung auf. Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) bekräftigte am Mittwoch bei der Präsentation vor Journalisten seine Unterstützung für eine Sommerferien-Vorverlegung und brachte Kärnten als Modellregion ins Spiel.

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Fellner erklärte, die von ihm befürwortete Sommerferien-Vorverlegung um zwei Wochen, die er gerne ab dem Sommer 2027 umgesetzt sähe, solle nicht die einzige Maßnahme angesichts häufiger werdender Hitzewellen im Juni sein. Falls eine bundesweite Umsetzung der Ferien-Verlegung nicht möglich sei, würde sich Kärnten als Modellregion zur Verfügung stellen, sagte der Landeshauptmann.

Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ), die für die neue Förderung verantwortlich ist, sagte: "Es braucht Maßnahmen, die schnell greifen." Insgesamt vier Millionen Euro aus dem Gemeindereferat werden bis Ende 2027 zur Verfügung stehen, Gemeinden als Träger bekommen 80 Prozent von Maßnahmen finanziert. Förderbar seien sowohl Maßnahmen im Innen- wie auch im Außenbereich. In Volksschulen, Kindergärten und Kitas sollen einzelne klimatisierte Bereiche geschaffen werden, zum Beispiel gekühlte Ruhe- und Bewegungsräume in Kindertagesstätten. Wenn man bei Volksschulen schattige Bereiche im Freien schaffe, könnte der Unterricht bei Hitze in "Outdoorklassen" verlegt werden. Auch Trinkbrunnen im Freien sollen förderbar sein. Einen finanziellen Deckel für Maßnahmen soll es nicht geben, wie viele Standorte bei dem Volumen der Förderung profitieren werden, war noch unklar.

In Kärnten seien mehr als die Hälfte der Volksschulen bereits thermisch saniert, sagte Lagger-Pöllinger. Bei Kindergärten und Kindertagesstätten gibt es keinen genauen Überblick. Der Bildungsbaufonds des Landes, über den Sanierungen und Neubauten in der Vergangenheit finanziert wurden, tut das inzwischen nicht mehr. Noch vorhandene Mittel dienen der Ausfinanzierung bereits umgesetzter Projekte. Früher wurde er zu einem Gutteil über eine Gemeindeumlage gespeist, die angesichts der Finanzprobleme vieler Gemeinden eingestellt wurde.

Landeshauptmann Fellner und Bildungslandesrat Peter Reichmann (SPÖ) fordern vom Bund einen einheitlichen Hitzeschutzrahmen für den Bildungsbereich. Es soll geregelt werden, welche Maßnahmen schulautonom verfügt werden können und ab welchen Temperaturen welche Maßnahmen zu setzen sind - zum Beispiel ein früheres Unterrichtsende oder eine Verlegung des Unterrichts ins Freie. Reichmann fordert vom Bund auch eine Anpassung der Schulbaurichtlinien, die künftig etwa passive Kühlung vorsehen sollen.

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