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"Michael David-Fox ist ein Wissenschafter von Weltrang, der über beträchtliche Erfahrung im Aufbau und der Leitung von Institutionen verfügt. Wir können uns glücklich schätzen, ihn für diese Aufgabe gewonnen zu haben", erklärte Timothy Snyder, Vorsitzender der vom IWM-Vorstand eingesetzten Findungskommission in einer Aussendung. Auch IWM-Präsident Heinz Fischer hob die "herausragende institutionelle Erfahrung" des neuen IWM-Rektors und sein "tiefes Verständnis der Arbeitsschwerpunkte des IWM" hervor. David-Fox tritt sein Amt am 1. August an. Er setzte sich gegen rund 40 Bewerberinnen und Bewerber durch.
Der 61-jährige Historiker und Autor lehrt als Professor für Geschichte an der Georgetown University in Washington, D.C. (USA), wo er das Center for Eurasian, Russian, and East European Studies leitet. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Kommunismus und Faschismus, die russische Geschichte vom Zarenreich bis zu den historischen Wurzeln des heutigen Putinismus sowie die vergleichende Revolutionsforschung. Er ist Autor bzw. Herausgeber von 15 Monographien und Sammelbänden sowie Gründer und Herausgeber einer Fachzeitschrift für die Geschichte und Kultur Russlands und Eurasiens ("Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History"). Sein jüngstes Buch "Crucibles of Power: Smolensk under Stalinist and Nazi Rule" erschien 2025 (Harvard University Press).
David-Fox studierte in Princeton und Yale, wo er auch promovierte. Als einer der ersten ausländischen Wissenschafter forschte er nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den bis dahin unter Verschluss gehaltenen Archiven der Kommunistischen Partei.
Das IWM wurde 1982 vom polnischen Philosophen Krzysztof Michalski gegründet, der das Institut bis zu seinem Tod 2013 leitete. Die Einrichtung hat sich dem Austausch zwischen Wissenschaftern und Intellektuellen unterschiedlicher Disziplinen und Weltanschauungen sowie der Förderung der Demokratie verschrieben. Im Vorjahr hat das russische Justizministerium das IWM in die offizielle Liste "unerwünschter Organisationen" aufgenommen. Jede Zusammenarbeit mit dem Institut gilt seither in Russland als Vergehen oder Verbrechen.
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Historiker Michael David-Fox übernimmt am 1. August das Amt des Rektors des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen






