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Das unerwartete Ergebnis: Einen allgemeinen, messbaren Vorteil für die körperliche Gesundheit oder das seelische Wohlbefinden durch die reine Tierhaltung konnten sie nicht feststellen. Tierhalterinnen und Tierhalter berichteten im Schnitt sogar von einem etwas schlechteren Gesundheitszustand und rauchten geringfügig mehr Zigaretten pro Tag. Auch bei Einsamkeit, Lebenszufriedenheit oder Arztbesuchen zeigten sich kaum Unterschiede zu Menschen ohne Tiere.
Bedeutet das, dass Tiere uns nicht guttun? Laut den Forschenden nicht unbedingt. Hinter den Zahlen könnte sich ein sogenannter Selektionseffekt verbergen: Es sei möglich, dass Menschen, die ohnehin gesundheitlich beeinträchtigt sind, unter Stress stehen oder sich einsam fühlen, sich häufiger ein Haustier als Trostpflaster oder emotionalen Anker anschaffen.
Die Studie macht deutlich, dass Haustierhaltung etwas Individuelles ist. Ob ein Tier als unterstützend wahrgenommen wird, hängt demnach stark von der investierten Zeit und der jeweiligen Tierart ab. Wer viel Zeit mit seinem tierischen Begleiter verbringt, erlebt der Studie zufolge das Tier als spürbar stärkere Stütze im Alltag. Hunde wurden als die größte emotionale Stütze wahrgenommen. Frauen berichteten außerdem von einer stärkere Bindung zu ihrem Tier als Männer.
S E R V I C E - Fachartikelnummer DOI: 10.1371/journal.pone.0352778
