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Grazer Forscher will Treibhausgas in Plastik verwandeln

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Als Werkzeug dienen Hlina Reaktionsbeschleuniger mit Seltenerdmetallen
©APA/Julia Stöllinger/Universität Graz
Kohlendioxid (CO2) ist nicht nur ein klimaschädliches Treibhausgas, sondern auch ein Rohstoff, der meist ungenutzt in der Luft hängt, sagt der Grazer Chemiker Johann Hlina. Er will daraus Kunststoffe herstellen. Als Werkzeug verwendet er Reaktionsbeschleuniger mit "Seltenerdmetallen", heißt es in einer Aussendung des Wissenschaftsfonds (FWF), der das Projekt fördert. Sie sollen etwa einzelne Kohlenstoffatome zu Ketten verknüpfen, wie es für Plastik-Grundstoffe gebraucht wird.

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In die Reaktionsbeschleuniger (Katalysatoren) hat Hlina mit seinem Forschungsteam bereits mehrere "Reaktionskerne" mit Seltenerdmetallen einbauen können. Sie halten die Ausgangssubstanz fest, bringen sie in eine passende Position, schwächen Bindungen und ermöglichen neue Verknüpfungen, so der Forscher vom Institut für Chemie der Universität Graz. Auf dem Weg von Kohlendioxid zu einem Plastik-Grundstoff müssen dabei etwa Sauerstoffatome entfernt oder durch Wasserstoff (H) ersetzt und Kohlenstoffatome miteinander verbunden werden.

Der erste Schritt wird dabei aber mit etablierten Methoden gemacht, nämlich der Umwandlung von CO2 zu CO (Kohlenmonoxid). Das funktioniert etwa mithilfe von elektrischem Strom (Elektrolyse) oder Sonnenlicht (Photokatalyse). Dann kämen Hlinas Werkzeuge zum Zug, um beispielsweise den Rohstoff Ethylen (C2H4) zu produzieren. "Aus ihm entsteht etwa Polyethylen (PE), einer der weltweit meistverwendeten Kunststoffe", so der Forscher. Auf diese Art könne man den beliebten Kunststoff aus CO2 von der Luft herstellen anstatt aus Erdöl.

GRAZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Julia Stöllinger/Universität Graz

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