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Fossilien von urzeitlicher "Riesenratte" in Thailand entdeckt

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++ ARCHIVBILD ++ Heutige Ratte im Vollsprint
©APA, dpa, Bernd von Jutrczenka
In Thailand sind Fossilien einer bisher unbekannten urzeitlichen "Riesenratte" entdeckt worden. Das schätzungsweise 30 Kilogramm schwere Nagetier lebte im Paläogen vor 33 bis 35 Millionen Jahren auf dem Gebiet des heutigen Südthailand, wie die Geologin Pannipa Tian am Donnerstag erläuterte. Sie habe einen versteinerten Schneidezahn des Nagetiers zunächst für einen Knochen gehalten, weil er so groß war, schilderte sie.

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Entdeckt wurden die Fossilien - neben dem Schneidezahn auch ein Backenzahn des Nagetiers - schon 2004 in einem Kohlebergwerk in der südthailändischen Provinz Krabi. Die Fossilien konnten zunächst nicht bestimmt werden. Erst durch neue Analysen eines Teams aus Thailand, Frankreich und Kanada wurden sie jetzt der bisher unbekannten Art zugeordnet, wie aus einer in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" veröffentlichten Studie hervorgeht.

Mit einem Gewicht von 30 Kilogramm wog das Tier den Angaben zufolge etwa halb so viel wie ein Capybara, das größte heute lebende Nagetier. Anders als das aus Südamerika stammende Capybara, das zur Familie der Meerschweinchen gehört, wurde es der inzwischen ausgestorbenen Nagetier-Familie Ischyromyidae zugeordnet.

Der Fund verdeutliche die "Vielfalt des Lebens in der Vergangenheit", sagte Forscherin Pannipa. Möglicherweise seien die urzeitlichen Nagetiere sogar im heutigen Thailand entstanden, bevor sie sich in andere Teile der Welt ausgebreitet hätten. Weil bisher nur die beiden Zähne untersucht werden konnten, ist noch nichts über Körperbau und Lebensweise des Tiers bekannt. Die Art erhielt den Namen Yakamys sirindhornae - zu Ehren der thailändischen Prinzessin Sirindhorn, die unter anderem die paläontologische Forschung unterstützt.

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