ABO

Forscher wollen Materialeinsatz bei Betondecken reduzieren

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Vom Computer direkt in die Produktion
©APA/TU Wien
Bei Stahlbetondecken kann ohne Einbußen bei der Tragfähigkeit teilweise bis zur Hälfte des Materials und damit viel CO2 eingespart werden, zeigen Forschende der Technischen Universität (TU) Wien zusammen mit Technologiepartnern. Mithilfe von Optimierungsalgorithmen haben sie berechnet, wo Material tatsächlich benötigt wird und wo darauf verzichtet werden kann.

von

Bisher würden Betondecken meist als massive Flachdecken ausgeführt, weil die Herstellung sehr wirtschaftlich sei. "Unser Ziel ist es, Material nur dort zu verwenden, wo es aus statischer Sicht tatsächlich gebraucht wird", erklärte Tobias Huber vom Forschungsbereich Stahlbeton- und Massivbau der TU Wien in einer Aussendung. Ergebnis sind Tragstrukturen mit Rippen, die den Kräften im Bauteil folgen. Da die Herstellung jedoch aufwendig und teuer wäre, wurden Planung und Fertigung digitalisiert beziehungsweise weitgehend automatisiert.

"Solche Formen lassen sich zwar am Computer berechnen, in der Praxis sind sie bisher aber meist an der Herstellung gescheitert. Genau diese Lücke schließen wir mit unserem Ansatz", so Huber. Damit könnten Änderungen an der Geometrie unmittelbar in die Produktion übernommen werden, was die wirtschaftliche Realisierbarkeit erhöhe. Entscheidend sei eine durchgängige digitale Datenkette - vom Entwurf bis zur Fertigung. Potenzial sehen die Forscher vor allem im Hochbau, weil dort identische Deckenelemente mehrfach produziert werden.

(S E R V I C E - Video: https://www.youtube.com/watch?v=w08-S9Jdn4w )

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/TU Wien

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER