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"An diesen Grenzen kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben", weiß der Fachmann. Das erste Beben wurde in Wien mit einer Magnitude von 7,2 in einer Tiefe von mehr als 20 Kilometern gemessen, das zweite mit 7,5 in rund zehn Kilometern. Der zweite Erdstoß war damit fast doppelt so stark.
Dabei macht die seismische Energie - im Prinzip "Schallwellen" in der Erde - nur ein paar Prozent aus. Rund 90 Prozent werden durch die enorme Größe der Bruchlinien als Reibungswärme frei, betonte Vogelmann.
Vergleichbar mit dem aktuellen Doppelerdbeben sei das Tōhoku-Erdbeben von 2011, das stärkste je in Japan gemessene Beben (Magnitude 9,0) - bekannt durch den dadurch ausgelösten Tsunami, der im AKW Fukushima zu einer Kernschmelze führte. Die Bruchfläche am Meeresboden war rund 1.200 Kilometer lang und setzte sich über mehr als zehn Minuten lang fort. "Hier gab es aber keine Pausen dazwischen - man muss sich das wie eine Fortsetzung von Bruchvorgängen vorstellen", sagte Vogelmann.
A man carries belongings out of a damaged building following an earthquake in Catia La Mar, La Guaira state, some 30km north-west of Caracas, on June 25, 2026. A twin earthquake that was Venezuela's largest in over a century has killed at least 164 people and destroyed multiple buildings near the capital, where residents searched on June 25 for missing relatives. (Photo by Federico PARRA / AFP)






