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Die Rückkehrkapsel mit den Proben soll Ende 2027 auf der Erde landen. China wäre damit nach Japan und den USA das dritte Land, das Material von einem Asteroiden zur Erde bringt. Rund eine Milliarde Kilometer habe die Sonde seit ihrem Start zurückgelegt. Bereits im Juni hatte sie den Asteroiden laut den Angaben erstmals erfasst. Am 7. Juni wurde in rund 30.000 Kilometern Entfernung ein Kontrollmanöver ausgeführt, seitdem nähert sich die Sonde schrittweise weiter an.
Der rund 40 Millionen Kilometer entfernte Asteroid 2016 HO3 - besser bekannt als Kamo'oalewa - ist ein sogenannter Quasi-Mond der Erde: Der nur einige Dutzend Meter große Brocken umkreist die Sonne nahezu im Gleichtakt mit der Erde. Einige Forscher vermuten, dass es sich um ein Bruchstück des Mondes handeln könnte, das bei einem Einschlag ins All geschleudert wurde. Mehr Klarheit sollen erst Laboranalysen der Proben bringen, unter anderem über Isotopenverhältnisse.
"Tianwen 2" war Ende Mai 2025 vom Weltraumbahnhof Xichang gestartet. Die Hauptsonde soll anschließend zum Kometen 311P im Asteroidengürtel weiterfliegen. Die Gesamtmission ist auf rund zehn Jahre angelegt. Für Peking ist das Programm Teil einer immer ehrgeizigeren Agenda in der Tiefraumforschung. 2021 landete China mit "Tianwen-1" einen Rover auf dem Mars, und 2028 ist mit "Tianwen-3" eine Mission zur Rückholung von Marsproben geplant.
XICHANG - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/ADEK BERRY
