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Sommerhitze: Achtung, manche Medikamente wirken anders

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Die gewohnte Dosis von Medikamenten könnte bei Hitze nicht passen
©APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose
Bei Sommerhitze will unser Körper nur eines: bloß nicht überhitzen. Daher gibt er Wärme über die Haut ab und kühlt sich durch Schwitzen herunter - alles schlaue Anti-Hitze-Strategien. Die können allerdings dafür sorgen, dass Medikamente stärker oder schneller wirken. Passt man nicht auf, kann das gefährlich werden. Alle, die dauerhaft rezeptpflichtige Arzneimittel einnehmen, sollten in der Apotheke nachfragen, ob während Hitzewellen die Dosis angepasst werden sollte.

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"Zwei, drei heiße Tage sind in der Regel kein Problem. Aber auf eine längere Hitzeperiode sollte man sich besser vorbereiten", sagt die Apothekerin Stefanie Tiede. Fachleute raten allerdings davon ab, auf eigene Faust - also ganz ohne Rücksprache mit Arzt, Ärztin oder Apotheke - an der Dosierung zu schrauben. Ein Überblick, bei welchen Arzneimitteln es kritisch werden kann - und warum:

Bei Schmerz- und Hormontherapien kommen mitunter Pflaster zum Einsatz, die Wirkstoffe über die Haut an den Blutkreislauf abgeben. Diese Pflaster können an heißen Tagen zum Problem werden, weil die Haut dann stärker durchblutet ist und dementsprechend mehr Wirkstoff aufnimmt.

Dann droht eine Überdosierung, warnt Apothekerin Stefanie Tiede. Im Falle von Arzneipflastern, die Opioide an die Haut abgeben, kann es dann etwa zu einer lebensgefährlichen Verlangsamung der Atmung kommen.

An heißen Tagen verliert der Körper durch das Schwitzen ohnehin schon mehr Flüssigkeit als sonst. Kommen dann auch noch entwässernde Tabletten - etwa zur Behandlung von Bluthochdruck - ins Spiel, kann der Körper schneller austrocknen. Warnzeichen dafür sind Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.

Um den Flüssigkeitshaushalt im Blick zu behalten, rät Apothekerin Tiede dazu, sich täglich auf die Waage zu stellen. Sinkt das Gewicht von Tag zu Tag, kann das auf einen Wasserverlust hindeuten.

Insulinpflichtige Diabetikerinnen und Diabetiker sollten an heißen Tagen besonders aufpassen: Spritzen sie sich das Hormon in die durch die Wärme stärker durchblutete Haut, kann es deutlich schneller wirken.

Eine Folge können Unterzuckerungen sein. Tückisch: Betroffene neigen dazu, die typischen Symptome einer Unterzuckerung, Schwitzen oder Erschöpfung etwa, der Hitze zuzuschreiben. Um einen entgleisenden Blutzuckerspiegel rechtzeitig zu erkennen, prüfen Diabetikerinnen und Diabetiker ihre Glukosewerte in Hitzewellen besser häufiger als sonst.

Und sie sollten darauf achten, dass der Insulin-Pen nicht an heißen Tagen nicht in der prallen Sonne liegt. Bei Temperaturen von über 30 Grad kann es sich nämlich verändern - und seine Wirkung verlieren. "Verwenden Sie kein Insulin, das ausgeflockt ist oder eine bräunliche Färbung aufweist", rät die Diabetesberaterin Theresia Schoppe.

HAMBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose

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