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Wie ernst die Lage ist, lässt sich für Eltern jedoch nicht immer so einfach erkennen. Kindernotfall-Mediziner nennen deshalb eine Faustregel: Wenn das Kind beim Schwimmen Wasser geschluckt hat und anschließend die Symptome schwerwiegender sind als beim Verschlucken eines Getränks, sollte man medizinische Hilfe aufsuchen.
Zeigen sich diese Symptome, ist laut Kindernotfall Bonn ein Arztbesuch erforderlich:
Till Dresbach, leitender Arzt im Bereich Kindernotfälle, sagt: "Alle Kinder, die durch eine weitere Person aus dem Wasser gerettet wurden, müssen natürlich im Krankenhaus überwacht werden." Oft sei nur schwer einzuschätzen, wie lange das Kind unter Wasser war und ob es verdeckte Komplikationen gibt.
Viele Eltern kennen Warnungen vor einem sogenannten sekundären Ertrinken. Gemeint ist, dass erst Tage oder Wochen nach einem Badeunfall plötzlich Komplikationen mit Todesfolge auftreten. Ist die Angst davor berechtigt?
Till Dresbach hält das Szenario für unwahrscheinlich: "Die Sorge davor, dass man durch verschlucktes Wasser im Nachhinein größere Probleme kriegt, ist meist unbegründet."
So etwas habe er noch nicht beobachtet, sagt der pädiatrische Intensivmediziner. In seltenen Fällen könne es zwar zu einer Lungenentzündung kommen, doch frühe Anzeichen wie Fieber und Husten seien dann nicht zu übersehen.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Annette Riedl/Annette Riedl
