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Bisher unbekannte Werkfotografien als Schenkung an Klimt-Foundation

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Foto des Theaters im Schloss Esterházy in Totis mit Klimts Notizen
©Klimt-Foundation, APA
Die Wiener Klimt-Foundation darf sich über eine private Schenkung freuen. Bisher unbekannte Werkfotografien im Zusammenhang mit Klimts Frühwerk bereichern nun die Sammlung der gemeinnützigen Forschungseinrichtung, teilte diese am Mittwoch in einer Aussendung mit. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1883 und 1891 und dokumentieren u.a. Auftragsmalereien der "Künstler-Compagnie", zu der neben Gustav auch dessen Bruder Ernst Klimt sowie Franz Matsch gehörten.

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Das Trio wurde ab den frühen 1880er-Jahren mit prestigeträchtigen Aufträgen als Ausstattungsmaler in den Kronländern bekannt, darunter das Stadttheater in Reichenberg und das Kunsthistorische Museum in Wien. Das geschenkte Fotokonvolut enthält Reproduktionen dieser Auftragsmalereien, aufgenommen vom renommierten k. k. Hof-Photographen Josef Löwy. Drei Werkfotografien für Reichenberg entstanden möglicherweise für kurze Ausstellungen im Zuge einer Präsentation im "k. k. Österreichischen Museum für Kunst und Industrie" (heute: MAK), weitere Fotografien zeigen Ernst Klimts Interkolumnien- und Zwickelbilder für das KHM.

Die Schenkung beinhaltet zudem fotografische Aufnahmen für zwei weniger bekannte Ausstattungsaufträge für Schloss Peles und Schloss Esterházy. Die Reproduktionen von Gustav Klimts "Ahnenbildern" für Schloss Peles entstanden vermutlich im Jahr 1883, ebenso eine - allerdings in drei Teile zerschnittene - Aufnahme von Gustav Klimts Allegorie der Musik. Eine weitere um 1892 entstandene Fotografie zeigt den Theatersaal im Schloss Esterházy in Totis mit handschriftlichen Anweisungen Klimts zur Erstellung einer neuen Aufnahme des Theaterraumes, die schließlich als Vorlage für sein 1893 entstandenes Gemälde "Zuschauerraum des Theaters im Schloss Esterházy in Totis" diente.

"Alle Archivalien stellen sowohl aufgrund der teilweisen Zerstörung der ausgeführten Ausstattungsaufträge als auch durch die überlieferte Dokumentation der Arbeitsprozesse wertvolle Quellen für die Klimt-Forschung dar", hieß es in der Aussendung. Detaillierte Forschungsergebnisse sollen beim 3. Internationalen Klimt-Symposium im Herbst 2027 präsentiert werden.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Klimt-Foundation

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