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Wiener Kardiologe rät nach Erkältungen zu einer einfachen Regel für das Herz

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Medizinerin hält ein Stethoskop in Herzform
Foto:©Foto von Patty Brito auf Unsplash, Unsplash, Patty Brito

In Wien hat die Erkältungssaison begonnen. Ein Kardiologe der Klinik Ottakring erklärt, warum eine Herzmuskelentzündung auch noch Wochen nach einem Infekt auftreten kann und was Betroffene dann am meisten schützt.

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In der laufenden Erkältungssaison dominieren in Wien Rhinoviren, erste Grippefälle sind bereits bekannt, wie der Wiener Gesundheitsverbund mitteilt. Alexander Geppert, Vorstand der Kardiologischen Abteilung der Klinik Ottakring, erinnert in diesem Zusammenhang an eine mögliche Folge von Infekten: die Herzmuskelentzündung, in der Medizin Myokarditis genannt.

Seine wichtigste Regel ist einfach: „Konsequente körperliche Schonung ist die wichtigste Maßnahme.“ Wichtig ist dabei der Zeitpunkt. Eine Myokarditis kann laut Gesundheitsverbund schon während des Infekts auftreten, aber auch Tage bis zu vier Wochen danach.

Woran erkennt man eine Herzmuskelentzündung?

Das häufigste Warnzeichen sind Schmerzen oder ein Druckgefühl in der Brust. Sie treten laut Gesundheitsverbund in rund 80 Prozent der Fälle auf. Bei starken Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot oder einer Ohnmacht ist sofort die Rettung unter der Notrufnummer 144 zu verständigen.

Ausgelöst wird eine Herzmuskelentzündung meist durch Viren, wie das öffentliche Gesundheitsportal Österreichs erklärt. Daneben gibt es auch Ursachen, die nichts mit einer Infektion zu tun haben, etwa Autoimmunerkrankungen. Zur häufig gestellten Frage nach Impfungen sagt Geppert: „Eine Myokarditis als Impfnebenwirkung ist sehr selten.“

Wie wird eine Myokarditis untersucht und wie lange dauert die Heilung?

Zur Abklärung kommen laut Gesundheitsverbund ein EKG, Blutuntersuchungen, ein Herzultraschall und eine Magnetresonanztomografie zum Einsatz, in manchen Fällen auch eine Herzkatheteruntersuchung oder eine Computertomografie. Mögliche Herzrhythmusstörungen werden mit einem 24-Stunden-EKG und einer Ergometrie überprüft.

Die akute Herzmuskelentzündung heilt meist in weniger als vier Wochen ab. Bis zur vollständigen Erholung können aber bis zu drei Monate vergehen. Schwere Verläufe gibt es in der akuten Phase bei drei bis neun Prozent der Patientinnen und Patienten. Deshalb steht auch nach dem Abklingen der Beschwerden die Schonung im Mittelpunkt, die Geppert als wichtigste Maßnahme nennt.

Wo gibt es in Wien kardiologische Behandlung?

Im Wiener Gesundheitsverbund nennt die Stadt mehrere Abteilungen, die Herzmuskelentzündungen behandeln: die Klinik Ottakring mit ihrer Medizinischen Abteilung samt Kardiologie und Ambulanz, die Klinik Favoriten, die Klinik Floridsdorf, die Klinik Donaustadt, die Klinik Hietzing und die Klinik Landstraße. Dazu kommt die Klinische Abteilung für Kardiologie am AKH Wien. Bei schweren Beschwerden wie starken Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot oder Ohnmacht gilt immer der Notruf 144.

Quellen

Stadt Wien, Rathauskorrespondenz: Wenn der Infekt aufs Herz schlägt: Herzmuskelentzündung (06.11.2026)

Gesundheitsportal Österreich: Herzmuskelentzündung (Myokarditis) (2023)

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