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Khan war bis zu seiner Suspendierung im Juni seit 2021 Chefankläger und hatte unter anderem einen Haftbefehl gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu wegen mutmaßlicher Verbrechen im Gaza-Krieg beantragt. Die seit zwei Jahren schwelende Affäre belastet das Gericht mit Sitz in Den Haag schwer, das unter großem politischem Druck vor allem der USA steht.
In einem Interview mit CNN hatte die betroffene Frau zuletzt die Anschuldigungen wiederholt. Die Delegierten entscheiden mit absoluter Mehrheit in einer geheimen Wahl.
Zunächst hatte eine Kommission der UNO die Vorwürfe untersucht und sie nach Medienberichten bestätigt. Doch Richter des Gerichtshofes stellten nach Darstellung von Khans Verteidiger fest, dass "kein Fehlverhalten oder eine Pflichtverletzung" nachgewiesen worden sei.
Vor dem Hintergrund dieser Affäre hatte die US-Regierung kürzlich ihre Attacken gegen das Gericht noch verstärkt. Die USA verhängten bereits Sanktionen gegen Richter und Mitarbeiter. Die USA und Israel gehören dem Gericht nicht an.
Chief Prosecutor Karim Khan talks prior to the first appearance of former Philippine President Rodrigo Duterte before the International Criminal Court (ICC) on charge of crimes against humanity over his deadly crackdown on narcotics, in The Hague on March 14, 2025. The 79-year-old, the first ex-Asian head of state to face charges at the ICC, followed by videolink during a short hearing to inform him of the crimes he is alleged to have committed, as well as his rights as a defendant. Duterte stands accused of the crime against humanity of murder over his years-long campaign against drug users and dealers that rights groups said killed thousands. (Photo by Peter Dejong / POOL / AFP)