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Viele Lehrer und Schüler laut Umfrage psychisch belastet

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Ein Gutteil der Lehrkräfte und Schulkinder ist psychisch belastet, geht es nach einer am Dienstag veröffentlichten Online-Umfrage von Österreichischem Bundesverlag Schulbuch (öbv) und Uni Linz unter 2.000 Pädagoginnen und Pädagogen. Die Hälfte der befragten Pädagogen fühlt sich demnach durch die Arbeit unter Druck, in Sonderschulen sind es gar 75 Prozent. Ein Drittel der Befragten gibt zudem an, dass die Mehrheit ihrer Schüler von psychischen Belastungen betroffen ist.

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Als häufigste Belastungsfaktoren wurden in der Erhebung von Ende 2025 administrative Aufgaben, zu große Klassen und der Umgang mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen (je zwei Drittel) genannt, gefolgt von individueller Förderung, Schulentwicklungsarbeit und fehlenden Pausen. Immer noch die Hälfte der Befragten fühlt sich außerdem vom Aufrechterhalten der Klassendisziplin und der Unterstützung von Kindern mit mangelnden Deutschkenntnissen bzw. mit besonderen Bedürfnissen stark gefordert.

Gleichzeitig sehen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung besonders viele Lehrerinnen und Lehrer Sinn und Bedeutsamkeit in ihrem Leben, konkret zwischen 86 Prozent an den Berufs- und 68 Prozent an den Sonderschulen. "Viele Lehrkräfte erleben Sinn in ihrer Arbeit, stehen aber gleichzeitig unter erheblichem Druck", fasste Studienautor Christoph Helm von der Abteilung für Bildungsforschung an der Uni Linz zusammen. Zur Entlastung wurden in der Umfrage von den Befragten vor allem Supervision und psychologische Begleitung, kleinere Klassen, weniger Bürokratie und mehr Unterstützungspersonal gefordert.

Nach Einschätzung der Pädagogen sind auch viele Kinder und Jugendliche unter Druck. Jede zweite Lehrkraft geht davon aus, dass mindestens 40 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler psychisch belastet sind. Ein Drittel hat sogar angegeben, dass mindestens 60 Prozent betroffen sind. Ein Viertel der Pädagogen geht davon aus, dass die Mehrheit ihrer Schüler durch psychische Belastungen auch beim Lernen beeinträchtigt wird.

Als stärkste Belastungsfaktoren bei den Kindern und Jugendlichen nannten die Befragten dabei Smartphones und Social Media. 80 Prozent gehen davon aus, dass die Mehrheit ihrer Schüler dadurch belastet ist. Aber auch Leistungsdruck und mangelnde Unterstützung im Elternhaus wurden besonders häufig genannt. Als Reaktion auf die Belastung setzen laut eigenen Angaben zwei Drittel der Befragten zumindest gelegentlich Maßnahmen, um die mentale Gesundheit in der Klasse zu fördern - etwa Bewegungs- und Entspannungsübungen, Stressbewältigungsstrategien oder persönliche Gespräche. Das meiste Engagement kommt mit den Sonderschullehrkräften gerade von jener Gruppe, die selbst höchste Belastung angibt.

Mentale Gesundheit werde allerdings oft nur unsystematisch thematisiert, bemängelt Helm. "Hier besteht aus meiner Sicht klarer Handlungsbedarf." öbv-Geschäftsführer Philipp Nussböck betonte, Lehrkräfte leisteten täglich Außerordentliches auch über die formalen Anforderungen hinaus. "Langfristig braucht es jedoch Rahmenbedingungen, die sie gezielt entlasten und unterstützen."

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