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Kassenarztstellen österreichweit zu 97 Prozent besetzt

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Die meisten Planstellen sind besetzt
©APA/APA/dpa/Peter Kneffel
Trotz aller Klagen über den Kassenarztmangel: Die rund 10.300 Planstellen für Vertragsärzte der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) sind derzeit - Stand 1. August - zu mehr als 97 Prozent besetzt. Regional betrachtet fehlen die meisten Fachärztinnen und -ärzte in Tirol (6,5 Prozent offen), im Burgenland die meisten Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner (4 Prozent). Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) sieht die Versorgung trotz Wartezeiten sichergestellt.

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Österreichweit sind laut ÖGK-Stellenplanmonitoring (https://go.apa.at/3d99tVj6) 94 Allgemeinmedizinplätze nicht besetzt oder gebunden (also bereits vergeben oder reserviert). Bei den Fachärzten sind es 92. Größer ist die Lücke in der Zahnmedizin, wo der Besetzungsstand rund 91 Prozent beträgt und 242 Plätze zu haben wären. Bei den anderen Fachgebieten zeigen sich die größten Lücken in der Kieferorthopädie (90 Prozent Besetzungsgrad), bei Haut- und Geschlechtskrankheiten (91 Prozent) und in der Frauenheilkunde (92 Prozent). Besser ist der Besetzungsgrad mit 96 Prozent etwa im viel diskutierten Mangelfach Kinder- und Jugendpsychiatrie - was aber wohl daran liegt, dass es hier bundesweit nur 53,5 Planstellen gibt.

In einer jüngst an die FPÖ ergangenen Anfragebeantwortung hat sich Gesundheitsministerin Schumann zu der Materie geäußert. Österreich verfüge im niedergelassenen Bereich über ein dichtes Versorgungsnetz, heißt es darin. Nicht von der Hand zu weisen sei, dass es zu Nachbesetzungs- und Verteilungsproblemen komme, was mit dem Generationenwechsel und - vor allem bei den Jüngeren - dem Wunsch nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance, flexiblerer Freizeitgestaltung und mehr Zeit für die Familie zu tun habe.

Als Maßnahme zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen führt Schumann darin vor allem den Ausbau der Primärversorgung an. Als bereits gesetzte Maßnahmen nannte sie vor allem die vom Bund finanzierten 100 zusätzlichen Vertragsstellen in acht Fachgebieten sowie den Startbonus für schwer besetzbare Stellen von bis zu 100.000 Euro in den Jahren 2023/2024. Nicht zuletzt verwies sie auch auf den für die Jahre 2026 bis 2030 geschaffenen Gesundheitsreformfonds, durch den jährlich mehr als 300 Mio. Euro zur Verfügung stehen, davon 182 Mio. Euro für die Primärversorgungszentren und weitere geplante Vergemeinschaftungsformen.

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