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Zuvor hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag auf der Plattform X mitgeteilt, dass die EU der Ukraine 3,3 Milliarden Euro für die Beschaffung von Raketen und Drohnen zahlen würde. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.
Während Brüssel die Freigabe von Geldern an die Ukraine bekannt gab, rief Selenskyj am Freitag bei einem Gipfeltreffen im Westen der Ukraine ein neues regionales Bündnis aus acht Ländern der Karpatenregion ins Leben. Die Kooperation zwischen Österreich, Rumänien, Serbien, Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn und der Europäischen Union soll den Handel und die Sicherheitszusammenarbeit fördern.
Selenskyj dankte den regionalen Verbündeten dafür, dass sie die Handels- und Transportwege seit dem russischen Einmarsch im Jahr 2022 offengehalten haben. An dem Gründungstreffen, das bis Sonntag dauern soll, nahmen unter anderem der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der serbische Präsident Aleksandar Vučić und der rumänische Präsident Nicusor Dan teil.
Dies sei der Beginn einer Bewegung, die die beteiligten Staaten noch enger zusammenbringen und einen starken Rahmen für die Zusammenarbeit auf EU-Ebene schaffen solle, erklärte Selenskyj im Messengerdienst Telegram. Er verwies dabei auf den Ausbau der Energie- und Logistikkooperation, den grenzüberschreitenden Handel sowie Sicherheitsaspekte. "Natürlich haben Sicherheitsfragen derzeit und für die kommenden Jahre Priorität", sagte Selenskyj in einer Rede.
Zu dem Forum wurden rund 550 Wirtschaftsvertreter erwartet. Es wird mit der Unterzeichnung von Investitions- und Handelsabkommen im Wert von einer Milliarde Euro gerechnet. Dies sei ein guter Anfang für Vereinbarungen in den Bereichen Energie, Logistik, Infrastruktur und branchenübergreifender Kooperation, sagte der Präsident in der im ukrainischen Fernsehen übertragenen Rede weiter.
