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Tote und viele Verletzte nach ukrainischen Gegenangriffen

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In der Schwarzmeerregion sind infolge ukrainischer Gegenangriffe im russischen Angriffskrieg mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Drei Personen wurden dem Gouverneur des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, zufolge in dem kleinen Badeort Archipo-Ossipowka getötet. Weitere 13 Menschen seien verletzt worden, darunter auch Minderjährige. Dort seien Drohnentrümmer herabgestürzt. Auch auf der Krim gab es Tote.

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Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wurden nach Angaben des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow drei Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet. Zwei weitere seien verletzt worden. Details nannte er nicht.

Bei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach Angaben des Gouverneurs drei Menschen getötet worden. Die russischen Truppen haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Tankstellen in der gesamten Ukraine verstärkt. Die Nachrichtenagentur Ukrinform meldete unterdessen jeweils einen Toten durch russische Attacken in den Regionen Charkiw und Saporischschja.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Montag mit, 131 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. In den vergangenen Monaten hat Kiew seine Gegenangriffe im russischen Hinterland stark ausgeweitet. Dabei kommen auch immer mehr Zivilisten zu Schaden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat immer wieder erklärt, dass der Krieg nach Russland zurückgetragen werden müsse.

Bei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf den größten russischen Versandhändler ist zudem ein Logistikzentrum im Gebiet Wladimir in Brand geraten. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden, teilte das Unternehmen mit. Gouverneur Alexander Awdejew sprach von zwei Verletzten.

Die Ukraine greift seit Mitte Juli die Wildberries-Anlagen an und wirft dem Versandhändler vor, auch Bedarf für den russischen Angriffskrieg zu liefern. Russische Behörden dagegen sprechen von Terroranschlägen gegen zivile Infrastruktur. Der Angriff im Gebiet Wladimir - rund 190 Kilometer östlich von Moskau - war der mittlerweile 18., wie russische Medien berichteten.

Nach Schätzungen von Wirtschaftsanalysten hat Wildberries durch die seit Wochen andauernden Angriffe bisher etwa 20 Prozent seiner Lagerkapazitäten verloren. Der Schaden wird auf 280 Milliarden Rubel (etwa 3 Milliarden Euro) geschätzt.

Die Attacken legen auch die Lücken in der russischen Flugabwehr offen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass damit vor allem der Krieg nach Russland zurückgetragen werden solle.

In Belgorod gab es Berichte über Angriffe aus der benachbarten Ukraine auf die technische Universität. Diese gilt als ein regionales Zentrum für die Entwicklung und Erprobung von Drohnen.

Unterdesser will Russland nach feindlichen Drohnenangriffen auf Schiffe die Frachtlogistik im Asow-Schwarzmeer-Becken sicherstellen. Das Verkehrsministerium ergreife alle notwendigen Maßnahmen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur. Es werde daran gearbeitet, den Güterverkehr in der Region aufrechtzuerhalten.

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