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Teheran: Einigung mit Washington noch weit entfernt

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US-Angriffe bei iranischer Insel Qeshm (Archivbild)
©Afp, APA, ATTA KENARE
Eine Einigung für ein Kriegsende im US-Iran-Konflikt ist laut einem iranischen Regierungsvertreter noch weit entfernt. Der Iran werde die "überzogenen Forderungen" der USA nicht akzeptieren, sagte der Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit laufen verstärkte diplomatische Bemühungen. Katar agiert als Vermittler und machte zuletzt einen Vorschlag zur Konfliktbeilegung, der ein Wiederaufflammen des Kriegs nach den US-Kongresswahlen verhindern soll.

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Zuvor hatte das US-Militär die iranische Insel Qeshm angegriffen. Der "Axios"-Reporter Barak Ravid schrieb auf X, ein Kampfflugzeug der USA habe eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte Dienstag früh die Militärschläge und sprach von "begrenzten" Angriffen, bei denen es sich nicht um eine Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen handle. Ein weiterer Insider sagte, es habe sich um Abwehrmaßnahmen gegen den Einsatz von Boden-Luft-Raketen auf US-Ziele gehandelt. Der Sender Fox News berichtete, die Angriffe seien eine Reaktion auf den Beschuss eines US-Flugzeugs durch den Iran.

Vonseiten iranischer Staatsmedien hieß es in der Nacht auf Dienstag, die Revolutionsgarden hätten südlich der Insel Qeshm zwei weitere US-Aufklärungsdrohnen mithilfe elektronischer Systeme in ihre Gewalt gebracht. Zudem sei östlich der Straße von Hormuz eine US-Drohne zerstört worden. In der Regel lassen sich derlei Angaben nicht unabhängig verifizieren. Laut dem Wissenschaftlichen Dienst des US-Kongresses haben die USA aber seit Beginn ihrer Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben Dutzende Flugzeuge und Drohnen verloren oder Schäden daran verzeichnet.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) meldeten außerdem Explosionen an drei Tankern in der Straße von Hormuz. Die Schiffe seien in der Früh auf Seeminen aufgefahren, hieß es in einer Erklärung der IRGC. Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Straße von Hormuz ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. In den vergangenen Wochen hat der Iran Angriffe auf Schiffe in der Meerenge intensiviert.

Damit war auch der Ölexport durch die Meerenge wieder zurückgegangen. Nach einem Hoch Mitte Oktober seien die Exporte durch die Straße von Hormuz zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Ende August gefallen, berichtete der Datenanbieter Kpler. In den vergangenen Tagen seien 45 Prozent des Öls im Vergleich zum Vorkriegsniveau exportiert worden. Insbesondere auf einer südlichen Route entlang der Küste des Oman hatten in den vergangenen Wochen Frachter unter Geleitschutz des US-Militärs Öl von Exporteuren am Persischen Golf transportiert. Dort waren zuletzt immer wieder Zwischenfälle gemeldet worden.

Im Vorfeld der Angriffe des US-Militärs hatte US-Präsident Donald Trump noch einen Rückgang der Ölpreise gefeiert. Den Rückgang der Preise begründete er damit, dass viele der Auffassung seien, der Krieg mit dem Iran gehe zu Ende. Der Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Mehrere Medien hatten zuletzt über Pläne der Regierung in Washington berichtet, nach der heutigen US-Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.

A picture taken on April 29, 2023, shows a shipping vessel sailing past Iran's Gulf island of Qeshm. (Photo by Atta KENARE / AFP)

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