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Das Heer, die größte Teilstreitkraft des US-Militärs, wird normalerweise von zwei Personen geführt, dem zivilen Staatssekretär und dem Stabschef als oberstem Militärvertreter. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Anfang April den damaligen Stabschef, General Randy George, zum Rücktritt gedrängt. Mit ihm hatte Driscoll laut CNN sehr eng zusammengearbeitet. Mehrere US-Medien berichteten über anhaltende Spannungen zwischen Hegseth und Driscoll als Grund für dessen Rücktritt.
In den vergangenen Monaten waren mehrfach hochkarätige Führungspersonen aus dem Pentagon ausgeschieden. Dazu zählte neben George auch der für die Marine zuständige Staatssekretär John Phelan. Auch zwischen Phelan und seinen beiden Vorgesetzten, Minister Hegseth und dessen Stellvertreter Stephen Feinberg, kam es Medienberichten zufolge immer wieder zu Streit.
Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte der dpa auf Anfrage mit, Driscoll habe maßgeblich dazu beigetragen, Präsident Donald Trumps Agenda voranzutreiben. "Dank seiner Zusammenarbeit mit dem Oberbefehlshaber und dem Kriegsminister ist das US-Heer heute stärker denn je", teilte sie mit - ohne dabei Driscolls Rücktrittsgesuch direkt zu bestätigen. Driscoll war zeitweise auch Teil der US-Delegation bei Verhandlungen über eine Friedenslösung zwischen der Ukraine und Russland gewesen.
US Secretary of the Army Daniel Driscoll (C) speaks with US staff after a closed-door talks with the Ukrainian delegation on a US plan to end the war in Ukraine at the US Mission in Geneva, on November 23, 2025. US Secretary of State Marco Rubio arrived in Geneva on November 23, 2025 morning for discussions on a US plan to end the Ukraine war, after Washington signalled room for negotiation on the controversial proposal. Ukrainian, European and Canadian officials were also gathering in the Swiss city. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)
