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Einzelne Blätter hatten dieses verschobene Routine-Treffen am Vorabend derart gedeutet, dass Großes wie ein Rücktritt von Parteichef Andreas Babler oder ein Platzen der Koalition bevorstehe. Rückfragen der APA in diversen Teilen der Partei legten hingegen nahe, dass es sich wohl um eine gewöhnliche Aussprache handeln dürfte, die Parteichefs des Öfteren mit ihren Regierungsmitgliedern führen.
SP-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hatte am Dienstagabend nach ersten Medienberichten in einem (der APA vorliegenden) internen Schreiben auch klargestellt, dass die "traditionelle" Vorbesprechung zum Ministerrat aus Termingründen diesmal als "kurzer Austausch" am Nachmittag stattfinde. Im Fokus stehe dabei die bessere Abstimmung zwischen Regierungs- und Parteiarbeit.
In der SPÖ gehen medial befeuert ob schwacher Umfragewerte schon wieder seit mehreren Wochen Führungsdebatten in Szene. Nachdem kurz Medienmanager Gerhard Zeiler als künftiger Parteichef aus dem Sommerloch auftauchte, wird aktuell wieder darüber spekuliert, dass Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), der sich jedoch derzeit einer Krebs-Therapie unterzieht, das Vizekanzleramt übernehmen könnte. Parteichef Babler zeigt freilich bis jetzt keinerlei Amtsmüdigkeit.