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Vereinzelt sei es jedoch zu "Plünderungen und versuchten Plünderungen" gekommen, teilte die Polizei mit. Nach teils gewaltsamen Unruhen ist die Lage in Südafrika seit Wochen angespannt.
Bei einwandererfeindlichen Ausschreitungen kamen mindestens vier Menschen ums Leben, ein Malawier, zwei Mosambikaner und ein Äthiopier. Südafrika ist eines der wohlhabendsten Länder des Kontinents und zieht viele Arbeitsmigranten an, während es selbst mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 30 Prozent und hohen Verbrechenszahlen zu kämpfen hat.
Im Vorfeld der Kundgebungen am Dienstag hatte die Anführerin der Protestbewegung, Jacinta Ngobese-Zuma, sich gegen Gewalt ausgesprochen. Niemand werde getötet werden und es werde auch keine Plünderungen im Namen der Organisatoren geben, sagte sie in der vergangenen Woche. Sie bezeichnete die Proteste als einen "nationalen Marsch zur Freiheit" und bekräftigte die Forderung nach der Deportation aller illegalen Einwanderer. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kündigte ein verstärktes Vorgehen der Regierung gegen illegale Einwanderung an und rief lokale Anführer dazu auf, ihren Einfluss zu nutzen, um die Spannungen zu entschärfen.
Demonstrationen gab es am Dienstag unter anderem in den Städten Johannesburg, Durban und Kapstadt. In Johannesburg, dem Finanzzentrum des Landes, waren während des Protestzugs mehrerer tausend Menschen die meisten Geschäfte geschlossen, viele Arbeitnehmer blieben zu Hause, der öffentliche Nahverkehr war eingeschränkt.
In Durban marschierten Demonstranten in traditioneller Zulu-Kriegsbekleidung auf. Sie trugen Speere, Peitschen und Schilder, einige waren in Leopardenfelle gehüllt. Nur etwa hundert Teilnehmer waren es indes in der Touristenhochburg Kapstadt, wo sich zudem eine Gegendemonstration gegen Fremdenfeindlichkeit wandte.
Wachsende Sicherheitsbedenken nach fremdenfeindlichen Übergriffen und Ladenplünderungen hatten mehrere Länder dazu veranlasst, ihren Staatsangehörigen freiwillige Rückführungen anzubieten. Dazu gehörten neben Malawi auch Ghana, Nigeria, Mosambik, Simbabwe, Kenia und die Demokratische Republik Kongo.
Die Spannungen treten vor den für den 4. November angesetzten Kommunalwahlen auf. Bereits früher entlud sich in Südafrika die Gewalt gegen Ausländer ohne gültige Papiere. Bei Ausschreitungen 2008 waren 62 Menschen getötet worden.
Protesters gather outside a building they believe is occupied by undocumented foreign nationals during a demonstration by the "March and March" and Operation Dudula movements marking an unofficial deadline set by citizen-led groups for undocumented foreign nationals to leave South Africa, in Johannesburg, on June 30, 2026. Thousands of demonstrators massed across South African cities on June 30, 2026, venting anger at undocumented foreign nationals as police mounted a major operation to head off looting and xenophobic violence that has claimed four lives. .The nationwide protests cap weeks of demonstrations called by a loose coalition of minor political parties and small citizen-led vigilante groups, which set an unofficial June 30 deadline for foreigners without residency papers to leave. (Photo by EMMANUEL CROSET / AFP)






