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Pensionsantrittsalter wie in den 1970er-Jahren

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Johannes Huber

©Matt Observe

Männer hörten zuletzt mit 62,5, Frauen mit 60,9 auf zu arbeiten. Bei steigender Tendenz ist damit erst ein Niveau erreicht, das es vor langer Zeit schon einmal gegeben hat.

Die Veränderung ist beachtlich: In den vergangenen 15 Jahren ist das durchschnittliche Pensionsantrittsalter in Österreich um rund dreieinhalb Jahre gestiegen. Ergebnis: Bei Männern belief es sich 2025 auf 62,5 und bei Frauen auf 60,9 Jahre. Das ist einer Datenbank des Sozialministeriums zu entnehmen.

Es tut sich also etwas, und es dürfte so weitergehen: Männer müssen zunehmend länger arbeiten, weil etwa eine Anhebung des Zugangsalters zur Korridorpension läuft; das ist eine Art Frühpension. Bei Frauen wiederum ist es der Fall, weil das gesetzliche Pensionsalter, das für sie gilt, schrittweise angehoben wird, bis es 2033 an das der Männer angeglichen ist und ebenfalls 65 beträgt; derzeit liegt es bei 61,5 Jahren.

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Quelle: Statistik Austria, Sozialministerium

 © Waltl & Waltl

Das Problem ist, dass das durchschnittliche Pensionsantrittsalter lange Zeit sehr niedrig war und erst seit den 2010er-Jahren deutlich steigt; und dass es sich jetzt erst dem Spitzenniveau der 1970er-Jahre angenähert hat. Genauer: 2025 kehrte es bei den Frauen quasi zu den 60,9 Jahren zurück, die es 1972 bei ihnen schon einmal betragen hatte, während es bei den Männern sogar noch immer leicht unter dem damaligen Antrittsalter von 62,6 Jahren lag.

Das ist eine Folge zögerlicher Reformpolitik und rächt sich in budgetärer Hinsicht: Heute ist die Lebenserwartung und damit auch die Pensionsverweildauer viel größer als in den 1970ern. Das trägt dazu bei, dass Einzahlungen der Erwerbstätigen zur Finanzierung der Pensionen weniger denn je ausreichen.

Die Lücke wird übers Bundesbudget geschlossen: Bei Gesamtauszahlungen von rund 125 Milliarden Euro dürften heuer über 20 ausschließlich in Richtung Pensionsversicherung fließen. Beamtenpensionen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Sie werden voraussichtlich knapp 14 Milliarden Euro kosten – womit in Summe bereits 27 Prozent aller Auszahlungen allein auf Pensionen entfallen werden.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 17/2026 erschienen.

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