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Leo sagte, er wolle ein "klares Wort" an diejenigen richten, die die "Verzweiflung anderer ausnutzen; an diejenigen, die Todesrouten organisieren, Menschenhandel betreiben, Dokumente einbehalten, Arbeiter ausbeuten, Frauen bedrohen, Familien betrügen und das Leid anderer zum Geschäft machen". Zuvor berichteten ihm Migranten von ihren Erfahrungen.
Die Kanarischen Inseln sind seit vielen Jahren ein Hotspot der Fluchtbewegung von Afrika über den Atlantik nach Europa. Insbesondere zwischen 2020 und 2024 prägte das Phänomen die Inseln. Vergangenes Jahr ging die Zahl der Bootsmigranten zwar stark zurück. Auf dem Höhepunkt der Krise kamen 2024 aber binnen eines Jahres fast 50.000 Menschen irregulär auf den Kanaren an.
Zugleich warb Leo dafür, Integration als wechselseitigen Prozess zu verstehen. Weder dürften angekommene Migranten ihre Herkunft und Erinnerung vollständig aufgeben müssen, noch sollten Parallelgesellschaften entstehen. Wer in ein neues Land komme, lerne, sich einzuleben und in die Gesellschaft zu integrieren. Die Aufnahmegesellschaft lerne wiederum, "ihr eigenes Zuhause zu erweitern", ohne dabei aber ihre Identität zu verwässern, sagte Leo weiter.
Der Besuch von Teneriffa gehört zur letzten Etappe der mehrtägigen Spanien-Reise des Papstes. Am Donnerstag besuchte er bereits die Nachbarinsel Gran Canaria, wo er ebenfalls Migranten und Integrationshelfer traf. Zuvor besuchte Leo XIV. Madrid und Barcelona. Nach einer großen Messe im Hafen von Santa Cruz de Tenerife am Nachmittag fliegt der Pontifex wieder zurück nach Rom.





