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In Somalia und anderen Staaten drohen Dürren, die Lebensgrundlagen der betroffenen Bevölkerung zu zerstören. In solchen Notlagen verzichten Frauen oft auf Mahlzeiten, damit ihre Kinder essen können. Zudem würden junge Mädchen häufig zwangsverheiratet, um die Familie zu ernähren. Die Dürren drohen darüber hinaus, Mädchen aus dem Schulsystem zu reißen, warnte Länderdirektorin Dubow im Zuge eines Online-Pressegesprächs. Neben Somalia erwartet die Hilfsorganisation besonders schwere Auswirkungen des Wetterphänomens auf die Lebensmittelversorgung im Sudan, Südsudan, Mosambik, Simbabwe, Mali, Haiti, Afghanistan, Pakistan und Nepal in Folge des El Niño.
Um die drohenden humanitären Krisen zu bewältigen, setzt die Hilfsorganisation verstärkt auf vorbeugende Maßnahmen. Anstatt auf drohende Flutkatastrophen zu warten, werden betroffene Bevölkerungsgruppen gewarnt und mit sauberem Wasser sowie Sanitärprodukten ausgestattet, bevor der Krisenfall eintritt. So können Lebensgrundlagen geschützt und humanitäre Konsequenzen abgefedert werden.
Neben der erwarteten Intensität des El Niño erschweren die angespannte Weltlage und Mittelkürzungen zusätzlich die Arbeit der Hilfsorganisation. Die Schließung der Straße von Hormuz hat laut der NGO die Behandlungskosten für mangelernährte Kinder stark verteuert. Gleichzeitig beklagt CARE die Kürzung von humanitären Hilfsbudgets. So habe die amerikanische Regierung finanzielle Unterstützung an CARE Somalia in der Höhe von 50 Millionen US-Dollar im Jahr komplett gestrichen.
