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"El Niño wird vor unseren Augen auf Großformat gebracht", sagte UNO-Generalsekretär António Guterres. WMO-Chefin Celeste Saulo warnte vor Auswirkungen auf Menschen und Volkswirtschaften in aller Welt. Unter anderem die Landwirtschaft, Gesundheitssysteme und die Energieversorgung seien großen Risiken ausgesetzt. Saulo rief Katastrophenschutzbehörden zu entsprechenden Vorbereitungen auf.
Zusätzlich zum menschengemachten Klimawandel verstärkt El Niño Probleme wie Dürren. Honduras, Panama und El Salvador etwa riefen Ende August Dürre-Alarm aus. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hatte kürzlich die Einschätzung abgegeben, dass Zentralamerika am schwersten von verstärktem Hunger durch den gegenwärtigen El Niño betroffen sein wird. Die britische Wetterbehörde Met Office warnte bereits, sie rechne mit dem "intensivsten" El Niño seit mehr als einem Jahrhundert.
Bei dem natürlich auftretenden Wetterphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe dem Äquator, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt ein El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert neun bis zwölf Monate an.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Martin Hirsch
