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Den NEOS geht's wie den Grünen

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Johannes Huber

©Matt Observe

Der Zustand von ÖVP und SPÖ setzt auch Kleinparteien zu, die mit ihnen regieren. Derzeit machen Beate Meinl-Reisinger und Co. diese Erfahrung. Sie sind nicht die Ersten.

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Geschichte scheint sich zu wiederholen. Die Umfragewerte von NEOS entwickeln sich seit Beginn ihrer Regierungsbeteiligung auf Bundesebene ähnlich wie die der Grünen in der gleichen Position vor gut sechs Jahren. NEOS startete laut APA-Wahltrend mit knapp elf Prozent und hält heute keine acht Prozent mehr.

Grüne hatten im Vergleichszeitraum ab Jänner 2020 gar von 17 auf zwölf Prozent verloren – und es sollte noch schlimmer kommen für sie: Am Ende, bei der Nationalratswahl 2024, mussten sie sich mit 8,2 Prozent begnügen.

„Aktive Sterbebegleitung“ für SPÖ und ÖVP

Was droht NEOS? Matthias Strolz, ihr Gründer, äußerte sich jüngst besorgt: Er habe den Eindruck, dass Parteichefin, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Co. „aktive Sterbebegleitung“ für SPÖ und ÖVP machen und „mitunter“ nicht merken würden, „dass sie dabei selbst untergehen könnten“, so Strolz im „Standard“. Tatsächlich?

Bei allen Unterschieden zwischen Schwarz-Grün unter Kanzler Sebastian Kurz und dann Karl Nehammer sowie Schwarz-Rot-Pink unter Christian Stocker (alle ÖVP) gibt es Umstände, die NEOS heute ebenso zu schaffen machen wie einst den Grünen.

Den Grünen hatte zunächst unter anderem zugesetzt, dass die ÖVP ihren Migrationskurs ohne Rücksicht auf sie weiterverfolgte und etwa auch gut integrierte Kinder abschieben ließ. In weiterer Folge kam vor allem aber dazu, dass ihnen die Volkspartei aufgrund schlechter Umfragewerte nicht einmal mehr eine ambitioniertere Klimapolitik zugestehen wollte: Sie hatte Angst, damit nur noch mehr Wähler an die FPÖ zu verlieren.

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 © Waltl & Waltl

NEOS geht es vorerst nicht besser. Im Gegenteil: Eine Senkung der Parteienförderung kann es genauso wenig durchsetzen wie eine Erhöhung des Pensionsalters. Von Ersterem wollen ÖVP und SPÖ in ihrer Not weniger denn je wissen, Letzteres ist mit Blick auf ältere Wähler, die ihnen noch am ehesten zugetan sind, tabu für sie.

Ja, selbst im Regierungsprogramm Vereinbartes, das den Pinken ein Anliegen ist und das ihr Bildungsminister Christoph Wiederkehr in Form einer sechsjährigen Volksschule umsetzen möchte, ist gefährdet: Es wird von schwarzen Lehrergewerkschaftern und daher auch der Volkspartei abgelehnt.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 35/2026 erschienen.

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