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Mehrere Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland

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Schäden in Russland und der Ukraine
©AFP, APA, OLEKSANDR GIMANOV
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Im Gebiet Tambow starben sieben Menschen, es gebe auch 25 Verletzte, teilte Gouverneur Jewgeni Perwyschow am Samstag mit. Bei den Opfern handle es sich um Mitarbeiter eines Verteilzentrums des russischen Online-Versands Wildberries. In der ukrainischen Stadt Odessa starben drei Personen bei russischen Angriffen.

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Die getroffene Stadt Kotowsk liegt rund 500 Autokilometer südöstlich von Moskau. Im Moskauer Gebiet gab es laut Behörden auch mindestens einen Toten sowie Dutzende Verletzte durch ukrainische Drohnenangriffe. Das Ermittlungskomitee warf den ukrainischen Streitkräften Terroranschläge gegen zivile Einrichtungen vor. Die Behörde leitete ein Strafverfahren ein.

Auch im Gebiet der russischen Hauptstadt sei ein Lager von Wildberries getroffen worden, teilte das Unternehmen mit. In der Stadt Elektrostal - rund 50 Kilometer östlich von Moskau - seien 37 Menschen verletzt worden, davon einige schwer, berichtete Gouverneur Andrej Worobjow. Ein Verletzter sei dort gestorben. Trümmer einer abgeschossenen Drohne hätten außerdem einen Kindergarten getroffen, sagte Worobjow, der ein Foto von dem beschädigten Gebäude veröffentlichte. Ein Feuer dort sei gelöscht worden, verletzt sei niemand.

Die Logistikzentren seien für die Lieferung sanktionierter Bauteile für die Drohnenproduktion und Navigationsgeräte genutzt worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem hätten ukrainische Angriffe Ziele im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffen. Bei den Angriffen handle sich um eine Antwort auf die russischen Angriffe gegen ukrainische Infrastruktur, sagte Selenskyj.

In dem Gebiet um Moskau sei außerdem in der Stadt Noginsk auf dem Gelände eines Öldepots ein Brand ausgebrochen. Dort habe aus Sicherheitsgründen auch eine Geburtsklinik evakuiert werden müssen. Die Frauen seien in andere medizinische Einrichtungen verletzt worden, sagte der Gouverneur. In Noginsk wurde demnach außerdem ein Wohnblock evakuiert. Nach Angaben von Worobjow gab es in der Stadt auch zwei Verletzte.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, dass zwischen Freitagabend (20.30 Uhr Ortszeit) und Samstagmorgen (8.30 Uhr) insgesamt 1.892 ukrainische Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt geflogen seien. Die meisten seien abgeschossen worden. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg mit westlicher Hilfe. Dabei nutzt Kiew für die Gegenangriffe auf russische Ziele vor allem Drohnen.

Mindestens zwei Menschen kamen bei einem russischen Raketenangriff auf einen Vergnügungspark in der südukrainischen Hafenstadt Odessa ums Leben. Weitere vier seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, via Telegram mit. Unter den Trümmern von Fischerhäusern könnten noch weitere Opfer sein. Sechs Autos seien beschädigt worden.

Einen weiteren Verletzten gab es demnach in einem anderen nicht genannten Ort des Gebiets. Dabei seien auch ein Wohnhaus und zwei Autos beschädigt worden.

Zuvor war bereits ein Todesopfer durch einen Angriff auf den Hafen der ukrainischen Schwarzmeer-Stadt gemeldet wurden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Kiper auf Telegram mit. Bei dem Angriff wurde demnach ein Schiff unter der Flagge von Antigua und Barbuda getroffen. Hafeneinrichtungen wie Gebäude, Lagertanks und Lagerhäuser seien beschädigt worden.

In einer Mitteilung sprach das russische Verteidigungsministerium in Moskau von erneuten Schlägen auf "Häfen der Ukraine". Dabei seien in den Häfen Piwdennyj und Odessa mindestens drei Frachtschiffe mit Drohnen angegriffen worden. Den Angaben zufolge transportierten sie Güter für die ukrainischen Streitkräfte. In Piwdenny seien zudem Tanks mit Treibstoff Ziel von Attacken mit "Präzisionswaffen" gewesen.

Auch diese Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Die Kriegsparteien veröffentlichten zudem nicht verifizierte Videos ihrer Operationen.

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