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Die Folgen des seit sieben Monaten geltenden Öl-Embargos sowie der seit Mai geltenden sogenannten sekundären Sanktionen gegen Unternehmen seien dabei noch nicht mit eingerechnet, sagte Rodríguez bei der Vorstellung des Jahresberichts über die Folgen des bereits seit 1962 geltenden US-Embargos.
Seit Jänner verfolgt die US-Regierung von Präsident Donald Trump eine Politik des maximalen Drucks gegen Kuba und verhängte auch ein Öl-Embargo. Die USA bezeichnen den kommunistisch regierten Staat 150 Kilometer vor der Küste des US-Staats Florida als "außergewöhnliche Bedrohung" für ihre nationale Sicherheit.
Seit Ende Jänner droht die US-Regierung Staaten, die Erdöl an Kuba liefern, mit zusätzlichen US-Strafzöllen, womit de facto ein Öl-Embargo gilt. Nur ein russischer Öltanker traf seitdem in Kuba ein.
Am 1. Mai führte die Trump-Regierung sekundäre Zwangsmaßnahmen gegen Unternehmen ein, die mit Kuba zusammenarbeiten. Dies führte zum Rückzug zahlreicher ausländischer Firmen, vor allem in den Bereichen Tourismus und Bergbau, zwei wichtigen Devisenquellen für den Inselstaat mit 9,4 Millionen Einwohnern.
"Die Blockade bestraft keine Regierung, sie straft den Alltag eines Volkes in allen Bereichen", kritisierte der kubanische Außenminister. Er kritisierte einen "eiskalt kalkulierten Plan", der die seit mehreren Jahren herrschende Energiekrise verschärft habe. Stromausfälle können inzwischen bis zu 60 Stunden lang dauern.
Rodríguez zufolge stieg die Kindersterblichkeitsrate in Kuba von vier von 1.000 Geburten im Jahr 2018 auf 9,9 im Jahr 2025. Eine humanitäre Krise werde es in Kuba jedoch nicht geben, sagte er und verwies auf die Solidarität der Kubaner untereinander in schwierigen Situationen.
Die kubanischen Behörden stünden mit dem US-Außenministerium weiter in Kontakt, sagte der Minister, schloss eine Normalisierung der Beziehungen aber aus. "Trotz fehlender Fortschritte" und "fehlender Bereitschaft" auf Seiten der USA sei Kuba weiter zum Dialog bereit, betonte er.