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Katie Zacharia: Wer ist Trumps neue Pressesprecherin – und warum ihr Debüt floppte

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White House Press Secretary: Katie Zacharia

©Newscom / AdMedia

Vierzehn Minuten, drei Fragen, ein Versprecher: Der erste Auftritt von Katie Zacharia im Weißen Haus ging gründlich daneben. Dazu kommen Zweifel an ihrer Anwaltszulassung.

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Donald Trump hat eine neue Stimme im Weißen Haus: Katie Zacharia ist seit 9. Oktober 2026 die 37. Pressesprecherin des Weißen Hauses. Sie folgt auf Karoline Leavitt, die das Amt rund 17 Monate innehatte und Ende August nach der Geburt ihres zweiten Kindes ausgeschieden ist. Zacharias erste Pressekonferenz am 13. Oktober dauerte nur rund 14 Minuten – und sorgte vor allem für Spott.

Wer ist Katie Zacharia?

Katie Zacharia, geborene Black, kam 1984 oder 1985 zur Welt und stammt aus Kalifornien, wo sie bis heute lebt. An der Pepperdine University schloss sie 2007 ein Bachelorstudium ab, 2011 folgte der Abschluss an der dortigen Rechtsfakultät. Schon im Studium war sie Präsidentin der republikanischen Studentenvereinigung ihrer Uni, 2006 absolvierte sie ein Praktikum beim Republican National Committee und war als Praktikantin im Weißen Haus unter George W. Bush tätig.

Nach dem Studium lebte sie von 2011 bis 2013 in Peking. Später trat sie regelmäßig als Kommentatorin bei konservativen US-Fernsehsendern auf und arbeitete als Rechtsberaterin für die Organisation Fix California, die von Trump-Vertrautem Richard Grenell gegründet wurde.

Im Februar 2026 wechselte sie als stellvertretende Pressechefin ins US-Heimatschutzministerium unter Kristi Noem, kündigte aber bereits im Folgemonat wieder. Ab Juni 2026 beriet sie das Unternehmen hinter Trumps Plattform Truth Social in Kommunikationsfragen. Zacharia ist seit 2011 mit dem Filmproduzenten Tyler Zacharia verheiratet, das Paar hat vier Kinder.

Trump stellte sie auf Truth Social als „loyale und brillante Unterstützerin“ und „ergebenen Fan“ der MAGA-Bewegung vor. Sie habe ihm im Wahlkampf in wichtigen Swing States geholfen.

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Das Weiße Haus in Washington mit US-Flagge

Das Weiße Haus in Washington: Hier tritt Katie Zacharia seit Oktober 2026 vor die Presse. Foto: Pixabay/RGY23 (Symbolbild)

 © Pixabay/RGY23

14 Minuten, drei Fragen: Das Debüt im Weißen Haus

Bei ihrer ersten Pressekonferenz am 13. Oktober 2026 las Zacharia über die Hälfte der Zeit vorbereitete Erklärungen ab. Danach ließ sie nur drei Fragen zu – allesamt von Medien, die Trump wohlgesonnen sind –, beantwortete im Gehen noch eine weitere und war nach rund 14 Minuten fertig. Es war eines der kürzesten Briefings im Weißen Haus seit Jahren.

Auch der Auftritt selbst wirkte holprig:

  • Sie blickte meist nach unten und las direkt vom Skript ab.

  • Bei einer Frage zu ihrem eigenen Werdegang geriet sie ins Stocken.

  • Sie verwechselte die Wörter „Ehemann“ und „Präsident“.

  • Ihre Aufgabe beschrieb sie so: Sie wolle Trumps Agenda „verstärken, vervielfachen und ausbauen“ – wie schon als Kommentatorin. Die Information der Öffentlichkeit erwähnte sie nicht.

Inhaltlich blieb vor allem eine Nachricht hängen: Das Weiße Haus hat Kimberly Guilfoyle, US-Botschafterin in Griechenland, nach Vorwürfen wegen Fehlverhaltens zum Rücktritt aufgefordert. Guilfoyle trat daraufhin zurück. Zudem kündigte Zacharia an, die Linie ihrer Vorgängerin fortzusetzen und verstärkt „neue Medien“ zu den Briefings zu holen.

Die Reaktionen: Von „exzellent“ bis Comedy-Sketch

Trump selbst lobte den Auftritt kurz danach als „exzellent“, Zacharia stand dabei hinter ihm. Das Weiße Haus sprach in einer offiziellen Aussendung von einem „kraftvollen“ ersten Briefing.

Andere urteilten deutlich härter. Ein anonymer Mitarbeiter des Weißen Hauses wurde mit den Worten zitiert, Zacharia müsse schnell besser werden, sonst breche sie den Rekord von Anthony Scaramucci. Der war 2017 nur elf Tage lang Trumps Kommunikationsdirektor. Scaramucci selbst schrieb, er hoffe, dass sie durchhalte. Joe Bidens frühere Pressesprecherin Jen Psaki verglich das Briefing mit einem Comedy-Sketch – nur dass es keiner gewesen sei.

Ist Katie Zacharia überhaupt Anwältin?

Noch schwerer als der holprige Auftritt wiegen Zweifel an ihrem Lebenslauf. Trump und Zacharia selbst bezeichnen sie als Anwältin. Ein US-Investigativjournalist durchsuchte jedoch die Anwaltsregister aller 50 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington – und fand keinen Hinweis, dass sie jemals zur Anwaltschaft zugelassen wurde.

Die kalifornische Anwaltskammer (State Bar of California) erklärte, ihr lägen keine Unterlagen über eine Zulassung vor, weder unter dem Namen Zacharia noch unter ihrem Mädchennamen Black. Auch in den Registern von Texas und Washington, D.C., wo sie nach eigenen Angaben juristisch tätig war, scheint sie nicht auf.

Brisant ist das, weil es in Kalifornien strafbar ist, sich ohne Zulassung als Anwältin auszugeben: Es drohen bis zu ein Jahr Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 1.000 US-Dollar. Für ihre Tätigkeit bei Fix California erhielt Zacharia laut Steuerunterlagen kein Gehalt, sondern 2024 eine Provision von 27.367 US-Dollar für das Einwerben von Spenden.

Zacharia selbst sagte vor Journalisten, sie habe die Anwaltsprüfung abgelegt, als sie nach China gezogen sei. Belege dafür gibt es bisher nicht. Das Weiße Haus beantwortete Fragen dazu nicht direkt, sondern verwies auf Trumps Beitrag auf Truth Social. Kommunikationsdirektor Steven Cheung nannte Zacharia eine „fabelhafte und wunderbare“ Ergänzung des Teams.

Wie geht es weiter?

Zacharia übernimmt das Amt wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen, in denen Trump mit zahlreichen Wahlkampfauftritten seine Basis mobilisieren will. Zugleich ist das Verhältnis zur Presse angespannt: Im September hatte das Weiße Haus drei großen Medienhäusern den Zugang beschränkt. Ob Zacharia sich im Amt hält, hängt letztlich von einem einzigen Urteil ab – dem von Donald Trump.

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