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Österreich war Anfang Juni in New York durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen als nicht ständiges Mitglied für die Jahre 2027 und 2028 in den Sicherheitsrat, das mächtigste UNO-Gremium, gewählt worden. Aus der Gruppe der westeuropäischen Staaten hatten sich neben Österreich auch Deutschland und Portugal beworben. Gewählt wurden Österreich und Portugal. Der UNO-Sicherheitsrat hat fünf ständige Mitglieder, die Vetomächte China, Russland, USA, Frankreich und Großbritannien, sowie zehn wechselnde Mitglieder.
Der Kassasturz nach der erfolgten Wahl Österreichs ergab, dass das Außenministerium voriges Jahr rund 4,6 Millionen Euro für die Werbekampagne ausgab, heuer waren es rund 5,3 Millionen. Den Löwenanteil an den Aufwendungen machten insgesamt knapp sieben Millionen an freiwilligen Beiträgen für UNO-Organisationen, "in denen Österreich seine Position international stärken konnte", aus, teilte das Außenministerium mit.
"Unsere Kampagne war trotz Sparkurs erfolgreich und Österreich wurden in den Sicherheitsrat gewählt", resümierte Meinl-Reisinger. "Mit unserem Einsatz, unserer Disziplin und gezielter Beziehungsarbeit stärken wir Österreichs Stimme in der Welt, ohne unser Budget zu strapazieren." Die Ministerin bedankte sich diesbezüglich bei den vier Sonderemissären Altbundespräsident Heinz Fischer (ursprünglich SPÖ), Ex-EU-Kommissar Johannes Hahn (ÖVP), der früheren Europaabgeordneten Ulrike Lunacek (Grüne) und Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner (früher FPÖ/BZÖ), "die ehrenamtlich um Stimmen für Österreich gelaufen sind".
So sparsam sie war, hat die erfolgreiche Kampagne auch Mehrkosten zur Folge. Konkret wurden acht Millionen Euro für die zweijährige Mitgliedschaft Österreichs im UNO-Sicherheitsrat veranschlagt, teilte eine Sprecherin der Außenministerin der APA auf Anfrage mit. Die jeweils vier Millionen Euro seien bereits im Doppelbudget 2027/28 berücksichtigt worden. Die eingesparten Mittel seien der Haushaltsrücklage zugeführt worden und stünden dem Gesamtbudget des Bundes zur Verfügung, hieß es ebenfalls auf Anfrage. Für das vergangene Jahr sei dies schon geschehen, für 2026 befinde sich das im laufenden Vollzug.
