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Iran verurteilt US-Angriffe als Verstoß gegen Waffenruhe

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Teheran droht mit Vergeltung
©Afp, APA, ATTA KENARE
Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. "Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen." Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den "boshaften Willen" der USA offenbart. Ein erneuter Kriegsausbruch zwischen Iran und USA sei aber laut den Revolutionsgarden unwahrscheinlich.

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"Die Streitkräfte halten sich bereit, mit vollen Magazinen" sagte Mohammed Akbarzadeh, ein ranghoher Vertreter der Marine der iranischen Revolutionsgarden, laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch. "Das Gebiet von Chabahar bis Mahshahr" an der Südküste des Iran könne "in einen Friedhof für Aggressoren" verwandelt werden. Trotzdem sei ein erneutes Aufflammen des Krieges zwischen dem Iran und den USA unwahrscheinlich. "Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges ist gering wegen der Schwäche des Feindes", ergänzte Akbarzadeh.

Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben im Süden des Landes iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormuz Minen verlegen wollten. Ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos der US-Streitkräfte erklärte, die jüngsten "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte.

Nach Darstellung Teherans wollen die USA und Israel weiterhin die Führung des Iran stürzen. "Der Feind" verfolge nun mit anderen Mitteln das Ziel, das er zu Beginn des Iran-Krieges "offen verkündet" habe, das er aber durch militärische Mittel "nicht erreichen konnte", hieß es in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung des Geheimdienstministeriums.

Das Ministerium erklärte weiter, es habe Hinweise darauf erhalten, dass die USA und Israel versuchen würden, den "wirtschaftlichen Druck zu verstärken", religiöse und ethnische Gruppen zu spalten sowie Sabotageakte und andere "terroristische Operationen" auszuführen. Dazu würden im großen Stil "Waffen, Munition und illegale Kommunikationsmittel, insbesondere Starlink-Geräte" für den Zugang zum Internet per Satellit geschmuggelt.

Israel und die USA hatten den Iran am 28. Februar angegriffen. Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem gab es rund um die Straße von Hormuz schon mehrere gegenseitige Angriffe.

Die jüngsten Attacken sowie Israels Vorgehen im Libanon überschatten die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs. Pakistan vermittelt dabei zwischen den USA und dem Iran.

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