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Diese Arbeiter haben kaum noch Bezug zu den traditionellen Gewerkschaften, die einst das Rückgrat seiner Partei bildeten. Der Anteil der Beschäftigten in regulären Arbeitsverhältnissen sank bis Dezember auf 38,2 Prozent, während die Zahl der über digitale Plattformen vermittelten Arbeitskräfte laut Schätzungen der Zentralbank zwischen 2015 und 2025 um 170 Prozent auf 2,1 Millionen gestiegen ist. Auch der gewerkschaftliche Organisationsgrad hat sich im vergangenen Jahrzehnt auf 8,9 Prozent nahezu halbiert.
Lula erklärte, seine Partei müsse sich auf eine andere Arbeitswelt einstellen. "Ich danke den Arbeitern und Arbeiterinnen dieses Landes, die irgendwann geglaubt haben, dass jemand wie sie mehr für sie tun kann als jemand, der anders ist als sie" ergänzte der ehemalige Fabriksarbeiter.
Vor der Wahl im Oktober versucht die PT daher, mit der Forderung nach einer kürzeren Arbeitswoche und neuen Schutzrechten für App-basierte Arbeiter zu punkten. Entsprechende Gesetzesinitiativen stecken jedoch im Kongress fest. Sie stoßen nicht nur auf den Widerstand der Technologieunternehmen, sondern auch auf Skepsis bei den zumeist jungen, männlichen Beschäftigten, die staatliche Eingriffe, einen Verlust an Flexibilität und Steuern fürchten. Umfragen zufolge verortet sich ein Großteil dieser wachsenden Wählergruppe in der politischen Mitte oder im rechten Lager. Davon könnte Lulas wichtigster rechter Rivale, Senator Flavio Bolsonaro, profitieren, der sich gezielt um diese Wählerschaft bemüht.
