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Die Vereinigten Staaten hätten unmissverständlich klargemacht, dass die Waffenruhe "VORBEI" sei, postete der US-Präsident. Trump hatte die mit dem Iran Mitte Juni vereinbarte Feuerpause bereits am Mittwoch am Rande des NATO-Gipfels in der Türkei für beendet erklärt.
Die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran waren Mitte der Woche wieder aufgeflammt. Die US-Armee griff in den Nächten zum Mittwoch und Donnerstag nach eigenen Angaben zahlreiche militärische Ziele im Iran an. Die iranischen Streitkräfte beschossen daraufhin wieder US-Stützpunkte in Kuwait, Katar und Bahrain. Trump bezeichnete die US-Angriffe als Vergeltung für vorangegangene iranische Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormuz.
Es waren die heftigsten Kämpfe seit der Unterzeichnung des US-iranischen Rahmenabkommens am 17. Juni über ein Ende des Krieges, seither hatte vorübergehend relative Ruhe in dem Konflikt geherrscht. Die USA und Israel hatten mit gemeinsamen Luftangriffen am 28. Februar den Iran-Krieg ausgelöst. In dessen Folge wurden immer wieder Länder der Region, in denen US-Truppen stationiert sind, vom Iran angegriffen.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Freitag, dass eine Delegation aus dem Vermittlerland Katar im Iran eingetroffen sei. Damit wolle Katar seine Vermittlerrolle in dem Konflikt stärken, hieß es. Das Emirat hatte dem Iran am Dienstag den Angriff auf einen Flüssiggastanker in der Straße von Hormuz vorgeworfen, bei dem auch zwei weitere Schiffe getroffen wurden.
Am Freitag forderten Katar und Ägypten den Iran und die USA auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Ägyptens Außenminister Badr Abdelatti und Katars Regierungschef Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani - der zugleich Außenminister des Golfemirats ist - hätten in einem Telefonat "alle Parteien" dazu aufgerufen, "der Sprache der Diplomatie und des Dialogs Vorrang einzuräumen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren", erklärte das ägyptische Außenministerium.
Der Iran drohte unterdessen mit Luftangriffen auf Israel, sollten iranische Infrastrukturanlagen erneut unter Beschuss kommen. Für jeden Angriff auf die Infrastruktur werde es "Vergeltung geben", warnte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Zolghadr, in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Donnerstag gesagt, Israel sei bereit, seine Militäreinsätze gegen den Iran bei Bedarf wieder aufzunehmen - und zwar mit "noch größerer Härte" als zuvor.
In der iranischen Stadt Mashhad wurde am Freitag der oberste Führer Khamenei beigesetzt. Sein Leichnam befinde sich nun im Mausoleum des Imams Reza, berichtete das Staatsfernsehen in der Früh. Khameneis Sohn und Nachfolger, Mojtaba Khamenei, nahm offenbar nicht an der Zeremonie mit Vertretern der Staatsführung teil. Vorausgegangen waren sechstägige Trauerfeierlichkeiten.
Ayatollah Ali Khamenei hatte seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden. Er wurde am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar bei einem Luftangriff auf seine Residenz in Teheran getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde iranischen Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt. Er wurde später zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen, seither aber nicht in der Öffentlichkeit gesehen.
Auch auf den Fernsehbildern von der Beisetzung war Mojtaba Khamenei nicht zu sehen. Gezeigt wurden hingegen Parlamentspräsident Mohammed Baqer Qalibaf, der auch Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA ist, sowie der einflussreiche Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei und der älteste Sohn des getöteten Ali Khamenei, Mostafa Khamenei. Einige ranghohe Vertreter der Staatsführung waren weinend am Sarg zu sehen.
Mashhad war die Heimatstadt von Ayatollah Ali Khamenei. Das Mausoleum des Imams Reza ist das wichtigste schiitische Heiligtum im Iran.
IN FLIGHT - JULY 08: U.S. President Donald Trump speaks to members of the press for the first time aboard the new Air Force One while in flight from RAF Mildenhall AFB to Joint Base Andrews July 8, 2026 after leaving the United Kingdom. Trump, who switched from the old Air Force One to the new Air Force One while in the U.K. is returning from his visit to Ankara, Turkey where he attended the NATO summit. Win McNamee/Getty Images/AFP (Photo by WIN MCNAMEE / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)
