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Zahl der Einwanderer erreicht in EU neuen Höchststand

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Laut Berliner Forschungsinstitut betrug im Jahr 2025 die Zahl der im Ausland geborenen Einwohner 64,2 Millionen. Österreich weist einen Anteil von 23 Prozent von im Ausland Geborenen auf.

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Die Zuwanderung in die Europäische Union hat laut einer Studie ein historisches Hoch erreicht. Die Zahl der im Ausland geborenen Einwohner stieg im Jahr 2025 auf 64,2 Millionen, was laut einem neuen Bericht des Zentrums für Forschung und Analyse zu Migration an der Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin) einem Anstieg von rund 2,1 Millionen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2010 lag diese Zahl demnach noch bei nur 40 Millionen.

Je kleiner das Land, desto höher der Migrationsanteil

Die Studie beruft sich auf Daten von Eurostat und dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR. Deutschland bleibt demnach mit fast 18 Millionen im Ausland geborenen Einwohnern, von denen 72 Prozent im erwerbsfähigen Alter sind, das größte Zielland, während Spanien mit einem Anstieg um etwa 700.000 im Ausland geborene Einwohner auf insgesamt 9,5 Millionen das schnellste Wachstum in jüngster Zeit verzeichnete.

Gleichzeitig sehen sich laut der Studie kleinere Länder wie Luxemburg, Malta und Zypern im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsgröße mit deutlich höheren Migrationszahlen konfrontiert. In Luxemburg machen Einwanderer laut Studie rund 52 Prozent der Bevölkerung aus, gefolgt von Malta (32 Prozent) und Zypern (28 Prozent). Auch Irland und Österreich verzeichnen mit rund 23 Prozent einen relativ hohen Anteil.

Ungleiche Arten der Zuwanderung in Europa

"Eine wichtige Erkenntnis ist die ungleiche Zusammensetzung der Herkunftsländer von Asylbewerbern in Europa", sagte Christian Dustmann, Direktor von RFBerlin laut Pressemitteilung. "Deutschland nimmt vor allem konfliktbedingte Asylbewerber auf, beispielsweise aus Syrien und Afghanistan, während Spanien einen hohen Anteil an Asylbewerbern aus Lateinamerika verzeichnet und Italien sowie Frankreich ein vielfältigeres Muster bei den Herkunftsländern aufweisen."

Die FPÖ-Europaabgeordnete Petra Steger beklagte in Hinblick auf die Studienergebnisse "eine strukturelle Entwicklung, die sich zunehmend jeder politischen Steuerung entzieht". Dass Österreich im europäischen Spitzenfeld liege, sei das Ergebnis einer "jahrelangen verfehlten Politik" der Bundesregierung. "Während andere Staaten konsequent gegen illegale Migration vorgehen, hat Österreich mit einem ausgebauten Sozialsystem und mangelnder Durchsetzung bestehender Regeln zusätzliche Anreize geschaffen", so Steger.

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