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"Mit den sinkenden Temperaturen beginnt für obdach- und wohnungslose Menschen die härteste Zeit des Jahres. Wer auf der Straße lebt, braucht nicht nur Schutz vor Kälte und Nässe, sondern auch die Gewissheit, nicht allein gelassen zu werden", betonte Schwertner. "Unser Ziel ist klar: Niemand soll in den kalten Monaten auf sich allein gestellt sein. Niemand soll auf Wiens Straßen erfrieren müssen."
Der Caritasdirektor appellierte an die Bevölkerung, sich hilfsbereit zu zeigen. Allein im vergangenen Winter wurde laut Caritas die Telefonnummer des Kältetelefons mehr als 15.500 Mal gewählt, 490 akut obdachlose Menschen konnten demnach in ein Notquartier vermittelt werden.
Die Caritas unterstützt nach eigenen Angaben obdach- und wohnungslose Menschen in Wien das ganze Jahr über mit 1.890 Beherbergungsplätzen in Notschlafstellen, Wohnhäusern und mobil betreuten Wohnungen sowie Beratung und Verpflegungsangeboten. Im Rahmen der Winternothilfe konnten an zwei Standorten der Caritas jetzt gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien (FSW) zusätzlich 70 Plätze geschaffen werden.
Schwertner dankte der Stadt und wies auf den hohen Spendenbedarf hin: "Zahlreiche unserer Hilfsangebote wären ohne Spenden nicht möglich. Damit wir obdachlose und armutsbetroffene Menschen gut durch die nächsten Wochen und Monate begleiten können, zählt jede Unterstützung."
Das Caritas-Kältetelefon ist in Wien 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche erreichbar. Unter der Telefonnummer 01/480 4553 können Aufenthaltsorte obdachloser Menschen gemeldet werden, um Hilfe zu ermöglichen. Die Streetwork-Teams der Caritas gehen jeder Meldung möglichst zeitnah nach. Sie informieren über Angebote, versorgen Menschen mit Schlafsäcken, warmer Kleidung, Hygieneartikeln und heißen Getränken und vermitteln warme Schlafplätze in Notquartieren.
"Die Rechnung ist denkbar einfach: Je mehr Menschen die Nummer des Kältetelefons im Handy speichern, umso mehr Hilfe können wir möglich machen", sagt Susanne Peter, Projektleiterin des Kältetelefons und selbst auch Streetworkerin. "Wenn Sie einen obdachlosen Menschen bei Kälte im Freien sehen, rufen Sie bitte beim Kältetelefon an. Ein Anruf schenkt Wärme und kann im äußersten Fall Leben retten", so Peter.
Die Caritas bat die Bevölkerung um Unterstützung für Menschen, die die kalte Jahreszeit ohne eigenes Zuhause verbringen müssen. Spenden helfen dabei, dringend benötigte Hilfsgüter wie Schlafsäcke, Winterkleidung und warme Mahlzeiten bereitzustellen. "Die Nachfrage nach unseren Angeboten ist ungebrochen hoch. Unsere Tageszentren sind eine wichtige Anlaufstelle in der kalten Jahreszeit geworden", appellierte Schwertner.
(S E R V I C E - Spenden unter caritas.at bzw. caritas-wien.at; Spendenzweck: Winternothilfe)
