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Arbeiten in künftiger Auszeit-WG abgeschlossen

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Emmerling hat das Projekt im Frühjahr präsentiert
©APA/APA/HANS KLAUS TECHT/HANS KLAUS TECHT
Der Start der Wiener Auszeit-WG, in der unmündige Straftäter angehalten werden können, soll demnächst erfolgen. Die Umbauarbeiten im betreffenden Gebäude sind abgeschlossen, wie das Büro der zuständigen Stadträtin Bettina Emmerling (NEOS) am Donnerstag der APA erläuterte. Die Adaptierung der künftigen sozialpädagogischen Einrichtung dauerte länger als ursprünglich geplant. Bei der Präsentation im Frühjahr war man noch von einem Start im Mai ausgegangen.

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"Bei einem so wegweisenden und sensiblen Projekt wie der Auszeit-WG gilt ganz klar, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit geht. Die baulichen Umbaumaßnahmen sind bereits vollständig abgeschlossen", hieß es in einer Stellungnahme. Da es sich hier um Kinder in einer hochkomplexen Lebenssituation handelt, müsse bei den Vorbereitungen für den Einzug jedes Detail im Ablauf und im Betreuungskonzept durchgeplant sein, damit die Maßnahme ab dem ersten Tag greift, betonte man. "Der Einzug wird daher alsbald stattfinden."

Gedacht ist die Maßnahme für Kinder, die wiederholt schwere Taten gesetzt haben. Wenn andere Betreuungsformen keine Erfolge zeitigen, droht den Betroffenen die Unterbringung in dem Haus in Simmering. In der Wohngemeinschaft sollen Kinder im Alter von elf bis 13 Jahren betreut werden, die zu den sogenannten Intensivtätern zählen. Sie haben etwa Delikte wie Raub oder Einbrüche begangen.

Die Anhaltung ist auf Basis des derzeitigen Heimaufenthaltsgesetzes möglich. Bei den Betroffenen muss dazu eine psychische Beeinträchtigung diagnostiziert werden. Es sei jedoch davon auszugehen, dass etwa bei Kindern, die Überfälle mit Messern begehen, eine solche - also zumindest eine Störung des Sozialverhaltens - vorliegt, hieß es bei der Präsentation.

Die Entscheidung über eine Unterbringung in der WG fällt eine Kommission, in der sich sozialpädagogisch ausgebildete Fachkräfte mit der Polizei beraten werden. Zugleich wird bei Gericht der Antrag auf Maßnahmenüberprüfung gestellt. Spricht nichts gegen die Anhaltung, erfolgt die Übersiedlung in die Einrichtung. Es handelt sich dabei um ein Haus mit 140 Quadratmetern Nutzfläche, dessen Fenster und Türen bruchsicher sind.

Jährlich können in der WG bis zu 16 Intensivtäter aufgenommen werden. Ein Aufenthalt kann bis zu zwölf Wochen dauern. Die genaue Adresse der Einrichtung wird nicht verraten. Auch werden, anders als etwa in der Haft, wohl keine direkten Besuche erlaubt sein.

Die Betreuung der Kids übernimmt ein Verein. Dessen Personal ist unter anderem im Bereich Deeskalation geschult. Im Haus werden auch regelmäßig Sozialarbeiter, Psychologen, Psychiater oder Heilstättenlehrer im Einsatz sein. Sie sollen an der Änderung des destruktiven Verhaltens der Bewohner arbeiten. Ausgänge in den angrenzenden Garten oder auch in die Stadt sind ebenfalls möglich - wobei anfangs hier jedenfalls eine Begleitung mit dabei ist.

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