Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (li.) Flughafen-Vorstand Günther Ofner und (re.) Michael Moll, Geschäftsführer des ESA Phi-Lab Austria.
©NLK KhittlMit der Eröffnung der neuen Space Factory am Flughafen Wien setzt Niederösterreich einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem international sichtbaren Zentrum für Raumfahrttechnologie.
Raumfahrt als Zukunftsfeld
Im Rahmen einer Pressekonferenz eröffneten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Flughafen-Vorstand Günther Ofner und Michael Moll, Geschäftsführer des ESA Phi-Lab Austria, die neue Space Factory am Flughafen Wien-Schwechat. Die Einrichtung ist Teil des wachsenden Space-Ökosystems rund um den Vienna Airport und soll jungen Unternehmen den Weg von der Idee zum marktfähigen Produkt erleichtern.
„Wir konzentrieren uns auf jene Felder, in denen wir besser sind als andere und in denen wir auch in herausfordernden Zeiten weiter wachsen können. Dazu zählt vor allem die Luft- und Raumfahrt“, betonte Johanna Mikl-Leitner.
Von der Innovation zur Marktreife
Die neue Space Factory bietet moderne Entwicklungs-, Prototyping- und Testmöglichkeiten, darunter 3D-Drucksysteme, Elektronik- und Entwicklungsarbeitsplätze, eine Klimakammer sowie einen Reinraum-Arbeitsplatz. Ziel ist es, Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen und neue Kooperationen zu fördern.
Seit der Eröffnung des ESA Phi-Lab Austria im Jahr 2024 wurden bereits neun Projekte unterstützt, mehr als 50 Arbeitsplätze geschaffen und rund 3,6 Millionen Euro investiert.
„Diese schafft einen einfachen Zugang zu professionellen Entwicklungs- und Testmöglichkeiten – so können Innovationen schneller umgesetzt und neue Kooperationen gefördert werden“, erklärte Michael Moll.
Internationale Strahlkraft wächst
Besonders erfreulich sei laut Mikl-Leitner das steigende internationale Interesse am Standort. Mehr als die Hälfte der Bewerbungen der jüngsten Ausschreibungsrunde stammten aus anderen ESA-Mitgliedstaaten.
Auch Flughafen-Vorstand Günther Ofner verwies auf die Vorteile des Standorts: „Von der Verkehrsanbindung bis hin zum Ökosystem, das hier insgesamt wächst und sich entwickelt.“
Neue Unternehmen im ESA Phi-Lab
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten sich zudem mehrere neue Unternehmen im ESA Phi-Lab Austria. Die Confident Space Technology GmbH entwickelt Sensoren zur Echtzeitmessung kosmischer Strahlung für Satelliten. Die Fontana GmbH arbeitet an einem innovativen Kamerasystem für die Erdbeobachtung, während Tenics Softwarelösungen für die Steuerung und Überwachung von Satelliten entwickelt. Ebenfalls neu im ESA Phi-Lab vertreten ist die GG Group, die Kabelsysteme für Anwendungen in der Raumfahrt entwickelt.
Mit der Eröffnung der Space Factory setzt Niederösterreich einen weiteren Schritt, um den Space Hub am Vienna Airport als international sichtbaren Innovationsstandort für Raumfahrttechnologie und Space-Tech-Unternehmen zu etablieren.







