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Queens of the Stone Age über Liebe und Verlust

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Josh Homme findet nichts auf der Welt perfekt
©Afp, Guillaume BAPTISTE, APA
Josh Homme hat einiges hinter sich: Sorgerechtsstreit nach Scheidung, Handgreiflichkeiten, Therapie und Erkrankung. Am Freitag erscheint nun das neue Album seiner Band Queens of the Stone Age. "Perfecth", entstanden über Phasen, kreist "um Formen der Liebe, um Verlust und Nähe", wie es in einer Aussendung heißt. "Der Grund, warum diese Songs erst jetzt fertig geworden sind, ist, dass ich vorher einfach noch nicht qualifiziert dazu war, sie abzuschließen", wird Homme zitiert.

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"Jeder Song klingt, als käme er aus einer ganz eigenen Sphäre", sagt der 53-Jährige. "Das war die Absicht. Weil das Album all diese Gefühle miteinander verbinden will, die sich um Liebe, Verlangen, Dummheiten und jene Art von Weisheit drehen, die irgendwann aus all dem wie ein Geschenk entsteht."

Noch immer baut "Perfecth" auf dem für Queens of the Stone Age (QOTSA) charakteristischen Stoner-Rock. Aber dazu gesellen andere Zutaten. Die Lieder sind nicht zu "dicht", sondern weisen Räume auf. Jeder Song hat eine eigene Atmosphäre. Für den Musiker aus Kalifornien war das neue Werk eine "Übung in Einfachheit und Leere", wie er gegenüber dem "Rolling Stone" (deutsche Ausgabe) betonte: "Mir ist klar geworden, dass ein einziges verzerrtes Element eine größere Bedeutung erhält, wenn es in Dinge eingebettet ist, die nicht verzerrt sind."

Der Song "Insignificant Other" ist das Herzstück des Albums. Die Aufnahme ist laut Plattenfirma der zweite von insgesamt nur zwei Studiotakes. "Uns allen war klar, dass man ein ganzes Album um etwas wie das hier herum aufbauen könnte", erinnert sich der QOTSA-Boss. Die Stimmung ist nachdenklich. "Es ist ein Lied über Distanz", so Homme. "Darüber, wie jemand deine ganze Welt sein kann, nur um dann einfach zu verschwinden. Und über das seltsame Schwindelgefühl, wenn man das zum ersten Mal am eigenen Leib erfährt."

Die Aufnahmen für "Perfecth" begannen nach der Tour zum Catacombs-Projekt, der reduzierten Neuinterpretation des Bandkatalogs, die tief in den unter Paris gelegenen Katakomben gefilmt wurde. Beflügelt von der Resonanz auf Album und Tour stürzte sich die Band kurz vor Mardi Gras in New Orleans in die Studiosessions und nahm schließlich eine eigene Version von "Sunday" auf, ein gemeinsam mit Iggy Pop geschriebenes Stück, das ursprünglich auf dessen Album "Post Pop Depression" erschienen war.

Der intensivste Song auf dem Album heißt "Mono". Das Lied baut auf einer Aufnahme auf, von Homme alleine zu Hause eingespielt. Der Mix gleitet von Mono zu Stereo, "von Klaustrophobie zu orchestraler Wucht", wie im Pressetext auf den Punkt gebracht. "Ein Song wie 'Mono' handelt davon, durch Liebe zerstört zu werden, totaler Herzschmerz", sagte Homme dem britischen Musikmagazin "Mojo". "Wenn du dich durch Liebe in den Wahnsinn getrieben fühlst ..." Zum Durchatmen folgt das psychedelisch-versponnene, zärtliche "From The Cliff" mit akustischen Gitarren.

Der Titel "Perfecth" sei entstanden, weil das Wort "perfect" kein ehrliches ist: Perfektion existiert nicht, meint Homme. "Nichts auf dieser Welt ist perfect, aber alles scheint irgendwie perfecth zu sein", wird er in der Aussendung wiedergegeben. "Der Titel ist komisch, wenn man in einer Gruppe ist, aber er ist es verdammt noch mal nicht, wenn man allein ist und merkt, wie unvollkommen alles ist."

(S E R V I C E - https://qotsa.com )

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