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"Aber als ich 'Kafka am Strand' schrieb, habe ich die Welt durch die Augen eines 15-jährigen Buben betrachtet, und in diesem Sinne kann ein Romanautor zu allem werden", zeigte sich der Literat überzeugt. Auch befürchtet er nicht, durch eine Künstliche Intelligenz ersetzt zu werden. KI könne nur Vergangenes berücksichtigen und Analogien ziehen, sagte Murakami im Interview mit der Nachrichtenagentur Kyodo News. "Aber der Prozess, wie ich Romane schreibe, ist etwas völlig anderes", sagte Murakami. Anders als eine KI schreibe ein Schriftsteller "etwas Neues", das ihm plötzlich in den Kopf komme.
Murakamis Romane sind international erfolgreich und wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt. Der Japaner wird zudem seit Jahren als Favorit für den Literaturnobelpreis gehandelt. Murakami sagte in dem Interview, wenn er tief im Schreibprozess einer Geschichte stecke, tauchten in seiner Vorstellung plötzlich Figuren auf, und "das ist nichts, was sich durch Analogien ergibt. Das kann KI wahrscheinlich nicht."






