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Monet-Gemälde Iris: 50 Millionen Euro bei Sotheby's, Rekord für eine Auktion in Frankreich

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Claude Monet, Die japanische Brücke, 1899, Gemälde aus seinem Garten in Giverny
Foto:©Unsplash, National Gallery of Art

Jahrzehntelang hing es in einem Pariser Privathaus, öffentlich gezeigt wurde es nie. Nun hat Claude Monets großformatiges Spätwerk „Iris“ in Paris 50 Millionen Euro erzielt, so viel wie noch kein Kunstwerk bei einer Versteigerung in Frankreich.

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Rekord nach 45 Minuten Bietgefecht

Claude Monets Gemälde „Iris“ ist am Donnerstagabend bei Sotheby's in Paris für 50 Millionen Euro inklusive Gebühren versteigert worden, umgerechnet rund 56,2 Millionen US-Dollar. Es ist der höchste Preis, der in Frankreich je bei einer Auktion für ein Kunstwerk bezahlt wurde. Den bisherigen Rekord hielt mit 43,2 Millionen Euro Amedeo Modiglianis „Tête de cariatide“, versteigert 2010 bei Christie's in Paris.

Sotheby's hatte das Bild auf 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt, laut Auktionshaus die höchste Schätzung, die je für ein in Frankreich versteigertes Gemälde abgegeben wurde. Sechs Interessenten boten rund 45 Minuten lang mit. Den Zuschlag erhielt Jen Hua, stellvertretende Vorsitzende von Sotheby's für Asien, die am Telefon für einen privaten Sammler aus Asien bot.

Ein Bild, das fast niemand kannte

„Iris“ entstand 1924 und 1925, in Monets letzten Lebensjahren. Das Gemälde misst 1,60 mal 1,80 Meter und war bisher nie öffentlich ausgestellt. Bekannt war es lediglich von einem Schwarz-Weiß-Foto. Gezeigt wurde es erst für die Versteigerung, davor hatte es das Pariser Stadtpalais der Familie Schlumberger nie verlassen.

Erworben hatte es Jeanne Schlumberger (1889 bis 1983), eine Erbin des gleichnamigen Ölkonzerns. Sie baute ihre Sammlung ab den 1950er-Jahren gemeinsam mit der Kunsthändlerin Katia Granoff auf. Die Sammlung Schlumberger brachte bei der Auktion insgesamt 74,4 Millionen Euro, alle Lose fanden Käufer. Sotheby's spricht von der wertvollsten Kunstauktion, die das Haus je in Paris abgehalten hat.

Trauerweide und zurückgezogene Cézannes

Ein weiteres Werk Monets aus der Sammlung, „Saule pleureur“ (Trauerweide), erzielte 9,7 Millionen Euro und lag damit im Schätzrahmen von neun bis zwölf Millionen Euro. Drei Gemälde von Paul Cézanne, die in Frankreich als nationales Kulturgut eingestuft sind, wurden wenige Stunden vor der Auktion zurückgezogen. Laut Sotheby's sollen sie in die Heimatstadt des Malers, Aix-en-Provence, zurückkehren. Die Stadt prüft mit Unterstützung des französischen Kulturministeriums einen Ankauf.

Auch das Auktionshaus Christie's versteigerte am selben Abend in Paris Werke Monets. „Bord des falaises à Pourville“ erzielte 12,7 Millionen Euro, „Trois pots de tulipes“ 3,1 Millionen Euro.

Rekord im Monet-Jahr

Der Rekord fällt in das Gedenkjahr für den Maler: Am 5. Dezember jährt sich der Todestag Monets zum 100. Mal, er starb 1926 in Giverny. In Paris erinnern mehrere Ausstellungen an den Impressionisten.

Den Weltrekord für ein Werk Monets hält weiterhin ein Bild aus seiner Serie der Getreideschober: „Meules“ wurde im Mai 2019 bei Sotheby's in New York für 110,7 Millionen Dollar versteigert. Das Titelbild dieses Artikels zeigt nicht das versteigerte Gemälde, sondern Monets „Die japanische Brücke“ aus dem Jahr 1899, das den Garten des Malers in Giverny zeigt und in der National Gallery of Art in Washington hängt.

Weitere Quellen: AFP, Artsy

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