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"Mit 'Vienna Falling' gelingt Fabian Navarro das Kunststück, Spannung, Satire und Wiener Lokalkolorit zu einem originellen Roman zu verbinden", würdigte HVB-Präsident Benedikt Föger in einer Aussendung den Preisträger, der 1990 in Warstein (Nordrhein-Westfalen) geboren wurde, nach einem Studium in Hamburg nach Wien zog und in seiner Katzenkrimiserie "Miez Marple" auf eine vierbeinige, flauschige Ermittlerin setzt.
"Fabian Navarro ist kein Wiener, und nur so ist es zu erklären, warum er es schafft, dem Rhythmus der Stadt so nachzuspüren, die Absonderlichkeiten zu erkennen und zu benennen, und all das, was uns normal erscheint, mit diesem gewissen Blick einzufangen", sagte Vorjahressiegerin Petra Hartlieb in ihrer Laudatio. "Navarro spielt mit Augenmaß und Witz auf der Klaviatur der Klischees."
In "Vienna Falling" wird ein deutscher Tourist am Stephansplatz buchstäblich vom Erdboden verschluckt. Nachdem die Wiener Polizei keine sonderlichen Ambitionen bei der Aufklärung des mysteriösen Falls zeigt, nimmt seine Gattin Renate die Dinge selbst in die Hand und muss erkennen, dass Wien nicht ganz grundlos u.a. für Kapuzinergruft, Katakomben, Keller und Kanalnetz bekannt ist.
Auf der Shortlist standen neben Fabian Navarro auch Angelika Hager mit "Pardon, aber da schwimmt eine Leiche in der Schokolade" (Carl Ueberreuter), Martina Parker mit "Miss Vergnügen" (Gmeiner), Ursula Poznanski mit "Das Signal" (Droemer Knaur) und Stefan Slupetzky mit "Nichts wie weg" (Picus). Nach der Preisverleihung lasen alle Nominierten im Rahmen der Kriminacht in Wiener Kaffeehäusern.
GRAZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Leykam Verlag
