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Higashino wurde 1958 in Osaka geboren und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er galt als Meister des psychologischen Krimis. In seinen Romanen steht häufig nicht nur die Aufklärung eines Verbrechens, sondern vor allem die Motive und inneren Konflikte der Figuren im Mittelpunkt.
Anders als viele klassische Krimis verrät "Verdächtige Geliebte" etwa früh, wer für die Tat verantwortlich ist. Die Spannung entsteht aus dem cleveren Duell zwischen Ermittlern und Verdächtigen. Eine alleinerziehende Mutter wird in dem Roman nach einem Tötungsdelikt von ihrem mathematisch hochbegabten Nachbarn geschützt - bis ein hartnäckiger Ermittler die Wahrheit sucht.
Viele Romane Higashinos wurden verfilmt. "Als vielfach ausgezeichneter Bestsellerautor verkaufte er allein in Japan über 100 Millionen Bücher und begeisterte Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt. Neben seinen meisterhaften Kriminalromanen berührte er mit einfühlsamen Werken wie 'Kleine Wunder um Mitternacht' und 'Der Baum der verborgenen Erinnerungen'", teilte die Penguin Random House Verlagsgruppe mit, die zwei seiner Romane im Verlag Limes herausgebracht hat.
Ein Journalist der britischen "Times" bezeichnete Higashino mal als den "japanischen Stieg Larsson". Higashino, so führte er in dem Porträt damals aus, erzähle von Alltagsmenschen, sozialen Spannungen und den Brüchen der japanischen Gesellschaft - und verbinde diese Themen mit komplex konstruierten Kriminalfällen.
