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Horáčková schildert in vielen kurzen Kapiteln das Leben im zweisprachigen Gebiet des Riesengebirges, von der zerfallenden Monarchie über die beiden Weltkriege bis zur Nachkriegszeit. Aus dem friedlichen Zusammenleben von Deutschen und Tschechen wird ein politisch geschürter Konflikt mit katastrophalen Auswirkungen auf die Menschen.
Im Zentrum stehen die zwei Freundinnen Zdenka und Anežka aus den Familien Honců und Hollmann. Sie haben im Laufe ihres Lebens in ihrem Bergdorf mit vielen ähnlichen Problemen zu kämpfen - mit wildernden Männern, keifenden Schwiegermüttern und desertierenden Kindern. Ihre unterschiedliche Volksgruppenzugehörigkeit verändert jedoch die jeweiligen Umstände.
Viele Jahre hat Horáčková recherchiert und kommt dadurch in ihrem Epos nicht nur der schmerzhaften Geschichte des Sudetenlands, sondern auch ihrer eigenen Familie sehr nahe.
(S E R V I C E - Alice Horáčková: "Geteiltes Haus", Aus dem Tschechischen von Sophia Marzolff, Diogenes, 880 Seiten, 28,80 Euro, ISBN 978-3-257-07400-0)
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