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Einsatzkräfte loben diszipliniertes Frequency-Publikum

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Die 21 Pilots waren Teil des Abschlussprogramms
©APA, FLORIAN WIESER
Eine explodierte Autobatterie, knapp 1.300 Personen, die medizinische Versorgung brauchten, und deutlich weniger Straftaten als in den Vorjahren - so lautet die Bilanz der Einsatzkräfte nach dem FM4 Frequency Festival in St. Pölten, das in der Nacht auf Sonntag zu Ende gegangen ist. Auch wenn am Freitagabend wetterbedingt ein Teil des Programms ausgefallen ist, sei es alles in allem ruhig abgelaufen, lautete am Sonntag der Tenor.

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Die Polizei berichtete von vier Fällen sexueller Belästigung, zwei Fällen von Widerstand gegen die Staatsgewalt, einer einstelligen Anzahl von Körperverletzungen und wenigen Eigentumsdelikten im Zeitraum von Donnerstag bis Sonntag. Eine genaue Bilanz könne man noch nicht ziehen, weil erfahrungsgemäß manche Leute erst nach der Heimreise Anzeigen erstatten, erklärte der St. Pöltner Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler gegenüber der APA. Er rechne aber nur mit einer "niedrigen zweistelligen Zahl von Straftaten", das sei wesentlich besser als in früheren Jahren, wo es oft 300 gewesen seien. Vor allem "die Zeltschlitzerbanden sind weg". Er stellte dem Publikum ein sehr positives Zeugnis aus.

Das Rote Kreuz meldete von Festivalbeginn am Donnerstag bis Sonntagvormittag 1.296 medizinische Versorgungen, in 68 Fällen war ein Transport ins Krankenhaus nötig. Die meisten Patientinnen und Patienten kamen mit Problemen, die bei Großveranstaltungen dieser Art üblicherweise auftreten, etwa mit kleineren Blessuren oder Kreislaufproblemen. Insgesamt spricht man auch beim Roten Kreuz von einem ruhigen Verlauf. 384 Rettungs- und Notfallsanitäter sowie 13 Notärzte und 46 weitere Mitarbeitende leisteten insgesamt rund 10.000 Einsatzstunden.

"Besonders erfreulich ist, dass viele Gäste verantwortungsbewusst handeln und bei gesundheitlichen Problemen frühzeitig unsere Sanitätsstationen aufsuchen", lobte Einsatzleiter Erich Winkler das Publikum. Notarzt Benedikt Schrutka-Sattler unterstrich die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. "Die enge Abstimmung zwischen den Einsatzorganisationen, den medizinischen Teams vor Ort und dem Universitätsklinikum St. Pölten ermöglichte eine schnelle und hochwertige Versorgung der Festivalgäste."

Noch in der Nacht auf Sonntag hatten sich viele Besucherinnen und Besucher auf den Heimweg gemacht. "Von halb zwei bis etwa drei Uhr früh war viel los, danach hat sich der Verkehr wieder gelegt", berichtete der ÖAMTC. Auch am Sonntagvormittag war beispielsweise auf der Harlander Straße, der Salcher Straße und der Stattersdorfer Hauptstraße viel Verkehr, es sei aber alles "sehr zivilisiert" abgelaufen.

Während des Festivals verzeichneten die Pannenhelfer rund 120 Einsätze, meist ging es um verlorene Autoschlüssel und leere Batterien, teils auch um wetterbedingt festgerostete Bremsen und kaputte Reifen. Ein Zwischenfall war allerdings durchaus gefährlich: Bei einem Fahrzeug explodierte die Batterie, nachdem die Besitzer mehrmals erfolglos versucht hatten, selbst Starthilfe zu geben. Die Gefahr bestand vor allem darin, dass jemand Batteriesäure ins Gesicht bekommen könnte, so der ÖAMTC. Man habe deshalb den Motor gespült und die Batterie getauscht. Die betroffenen Festivalgäste konnten sich dann ohne Probleme auf den Heimweg machen.

Nachdem Freitagabend ein Teil des Programms wetterbedingt abgesagt werden musste, wurde das Festival am Samstag wie geplant fortgesetzt. Die Shows von Tom Odell und Sub Focus, Sido, SSIO, Paul Kalkbrenner und EsDeeKid konnten aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden. Am Samstag wurde das Publikum u.a. mit Auftritten der 21 Pilots, von Ken Carson und Ski Aggu sowie mit Gratisdrinks entschädigt. Das nächste Frequency geht von 19. bis 21. August 2027 über die Bühne. Dann sollen etwa die Rapper Cro und Bibiza sowie die deutschen Bands Tokio Hotel und AnnenMayKantereit auftreten.

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