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"00-Laschet" rettet im neuen Safier-Roman die Welt

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++ ARCHIVBILD ++ David Safier mach Armin Laschet zum Romanhelden
Sein Name ist Laschet. Armin Laschet. Er freut sich, dass er nicht Kanzler, sondern Bundespräsident geworden ist. Statt Kriegen und Pensionsreform nun Empfänge, Häppchen und guter Wein. Doch als Bundespräsident hat Laschet eine viel größere Aufgabe: Er muss die Welt vor der Verschwörung des Bösen retten. Mit der James-Bond-Parodie "00-Laschet" (Veröffentlichungstag 19. Juni) ist Bestsellerautor David Safier eine neue Krimikomödie gelungen.

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Nach der "Miss Merkel"-Erfolgsreihe, in der die Rentner-Kanzlerin in der Uckermark als Hobby-Detektivin ermittelt, hat sich der in Bremen lebende Autor Safier ein neues literarisches Vorbild aus der Politik genommen: den CDU-Politiker Laschet, der als Kanzlerkandidat scheiterte und inzwischen Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages ist.

Die Romanfigur Laschet stolpert gleich am ersten Tag im Dienstsitz Bellevue in die dort versteckte Geheimdienstzentrale. Er ist sauer auf seinen Vorgänger Frank-Walter Steinmeier und schimpft in sich hinein. "Das Plattgesicht hätte ihn ruhig mal warnen können."

Dabei hatte Laschets Ehefrau ihm noch einen Ratschlag mit auf den Weg nach Berlin gegeben: "Armin, du findest immer den richtigen Weg. Nachdem du einen Haufen falsche ausprobiert hast." Fast ist man versucht, diesen Satz auf den echten Politiker Laschet zu projizieren, der mit einem unglücklichen Lachen im Flutgebiet 2021 wohl seine Kanzlerschaft verspielte, inzwischen aber als Außenpolitiker in globalen Krisenzeiten neue Popularität erlangt hat.

Als Topagentin steht Bundespräsident Laschet im Roman die Tochter seines Aachener Nachbarn zur Seite - die ihn immer noch liebevoll "Onkel Laschi" nennt. Mit ihr führen ihn die Abenteuer ins Schloss Windsor, an die Côte d ́Azur und fast in eine Affäre mit Popstar Madonna. Eine Begegnung mit dem britischen Königspaar läuft dabei komplett aus dem Ruder, weil Neu-Bundespräsident Laschet keine Ahnung von der royalen Etikette hat und sich mit dem Satz "I have to go for the little Königstiger" (Ich muss mal für kleine Königstiger) endgültig in die Nesseln setzt.

Persönlich kennt Safier Laschet bisher nicht. Aber er hat eine Vorstellung von ihm. "Mein Bild ist sozusagen die freundliche alte Bundesrepublik. Also das Rheinische, das ein bisschen Gemütliche", sagt Safier der dpa. "Das ist kein polarisierender Politiker, sondern ein freundlicher, von dem vielleicht auch jeder denkt, den hätte ich gerne als Bürgermeister."

Warum aber hat Safier nach Angela Merkel ausgerechnet Laschet zum Helden seines neuen Krimis gemacht? Er hätte ja auch Kanzler Friedrich Merz als Vorlage nehmen können oder den früheren Grünen-Vizekanzler Robert Habeck. "Ich glaube, Laschet ist keiner, der Wut erzeugt", sagt Safier. Bei Laschet finde er Menschlichkeit. "Laschet schafft es, die Welt zu retten, aber eigentlich kann er gar nichts dafür. Aber er hat den Kompass und das Herz am rechten Fleck."

Niemand erwarte ja, dass Laschet loslaufe wie Daniel Craig in den Bond-Filmen, sagt Safier. Im Krimi möchte es Geheimagent Laschet eher gemütlich haben. Seine geheimste Waffe ist dabei, dass er trotz des höchsten deutschen Staatsamts in der Welt komplett unbekannt ist.

"00-Laschet" löst die Konflikte auch nicht mit Waffen oder Bomben, sondern durch Reden. Er verkörpere dabei "die guten alten, von vielen für naiv gehaltenen Tugenden", sagt Safier. "Ich habe ihn mit sehr vielen Eigenschaften versehen, die mir selbst nicht fremd sind."

Schon jetzt dürfte klar sein, dass auch "00-Laschet" eine Fortsetzung bekommt. Ein zweiter Teil würde dann "Liebesgrüße aus Aachen" heißen, das weiß Safier schon jetzt.

(Von Dorothea Hülsmeier/dpa)

(S E R V I C E - : David Safier: "00-Laschet", Rowohlt Kindler Verlag, 288 Seiten, 19 Euro)

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