Mit der Ausstellung „Hope moves History towards Freedom“ eröffnete Soli Kiani am 26. Juni in der Dominikanerkirche Krems eine eindrucksvolle ortsspezifische Installation.
Kunst zwischen persönlicher Erfahrung und politischer Realität
Mit einer feierlichen Eröffnung wurde in der Dominikanerkirche Krems die neue Ausstellung „Soli Kiani. Hope moves History towards Freedom“ präsentiert. Zahlreiche Besucher nutzten die Vernissage, um die eigens für den historischen Kirchenraum entwickelte Installation der in Wien lebenden Künstlerin kennenzulernen.
Material als Ausdruck von Kontrolle und Widerstand
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen großformatige Stoffskulpturen, Malerei und Zeichnungen, die sich mit den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen im Iran auseinandersetzen. Textile Materialien werden dabei zu Trägern gesellschaftlicher Bedeutungen und thematisieren Schutz ebenso wie Zwang, Kontrolle und Widerstand.
Ein Ensemble bis zu drei Meter hoher Stelen erinnert an Menschen, die im Zuge der Proteste im Iran getötet wurden. Beton, gespannte Seile und verhärtete Stoffbahnen verleihen den Arbeiten eine zugleich monumentale und verletzliche Wirkung.
Hoffnung als Motor gesellschaftlicher Veränderung
„Meine Skulpturen sind abstrakt, ich möchte aber auch, dass sie menschlich wirken. Ich möchte, dass das Gefühl des Einengens und Einschnürens des Körpers und des Geistes für das Publikum spürbar wird“, beschreibt Soli Kiani ihre künstlerische Intention.
Kurator Florian Steininger betont die besondere Bildsprache der Künstlerin: „Soli Kiani findet eine direkte und zugleich eindringliche Bildsprache für Themen, die oft schwer zu fassen sind. Ihre Arbeiten gehen unter die Haut, weil sie das Persönliche und das Politische untrennbar miteinander verbinden.“







